Stadtrat beschließt Millionendeal mit Kauf der GESO

Der Dresdner Stadtrat hat am Donnerstag Abend einen millionenschweren Deal beschlossen: Den Kauf der GESO-Anteile. Damit mischt nun auch Dresden im Energiemarkt mit. +++

Mit 62 „ja“ Stimmen und neun „Enthaltungen“ hat der Stadtrat am gestrigen Abend den Kauf der GESO perfekt gemacht.

Den Erwerb der ostdeutschen Energieholding GESO vom Energie-Riesen EnBW kostet die Stadt 836 Millionen Euro. Das ist viel Geld. Mit dem Deal verfolgt die Stadt Dresden mittelfristig bestimmte Ziele.

Interview mit Hartmut Vorjohann (CDU), Finanzbürgermeister

Finanziert werden soll der Kauf durch einen Kredit über 500 Millionen Euro von der Ostsächsischen Sparkasse.

Etwa 81 Millionen Euro bringen die Technischen Werke Dresden aus eigener Tasche auf und rund 255 Millionen Euro gibt die Stadt Dresden dazu.

Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann spricht trotz der Finanzierung über einen Kredit von Schuldenfreiheit des Kernhaushaltes der Stadt Dresden.

Doch in der SPD-Fraktion sieht man das etwas anders.

Interview mit Peter Lames (SPD), Fraktionsvorsitzender 

In der Diskussion des Stadtrates wurde aber auch eine Privatisierungsdebatte geführt. FDP und CDU wollten Anteilsverkäufe gleich festschreiben, scheiterten aber an den anderen Fraktionen.
Mit Anteilsverkäufen wollte vor allem die FDP Risiken gering halten.

Interview mit Holger Zastrow (FDP), FDP-Fraktionschef

Mit dem Kauf kommen viele ostdeutsche Energieunternehmen mit ins Boot, so dass aus der GESO der Energierverbund Dresden GmbH entsteht. An den Strompreisen soll sich aber nichts ändern.

Interview mit Reiner Zieschank, Geschäftsführer DREWAG

Zur Zeit beziehen 90 Prozent der Dresdner bei der DREWAG ihre Energie. Der Stadt will die Geso noch in diesem Monat erwerben.

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