Stadtratsbeschluss: Operette wird zusammen mit TJG im Kraftwerk Mitte in Dresden gebaut!

Bis Ende 2014 soll das Projekt am Kraftwerk Mitte abgeschlossen sein: Das entschied am Donnerstagabend der Stadtrat mit denkbar knappen 36:34 Stimmen. Damit scheiterte Helma Orosz erneut. Was halten Sie davon? Diskutieren Sie mit uns! +++

Dresdens Oberbürgermeisterin scheiterte mit ihrem Vorschlag, die Operette kostengünstig im Wiener Loch zu errichten, schon am Kulturausschuss Mitte Oktober 2010.

Nun hat auch der Stadtrat ihr die rote Karte gezeigt. Gestern Abend beschloss dieser, nun doch die “Idealversion“, wie Jan Kaboth (Bürgerfraktion) es nannte, zu realisieren. Diese sieht vor, die Operette zusammen mit dem Theater der Jungen Generation auf dem Gelände des Heizkraftwerks Mitte am Wettiner Platz in Dresden zu errichten.

Die Kosten für dieses Prestigeobjekt würden sich auf 90 Millionen Euro belaufen. Wie das Projekt allerdings finanziert werden soll, steht noch in den Sternen. Stattdessen setzte man auf Kreativität. Immerhin hätte man 25 Jahre Zeit, den immensen Betrag abzuzahlen, lässt Filius-Jehne (Grüne) verlauten. Die SPD hatte da ihre eigene Idee zur Finanzierung: Die Einführung einer Kulturtaxe in Dresden wurde in jüngster Vergangenheit hitzig debattiert.

Die kostengünstigere Alternative, das Wiener Loch mit der Operette zu füllen und das Theater Junge Generation “nur“ zu sanieren, würde immerhin noch schlappe 70 Millionen Euro verschlingen.

Die Schäume und Träume am Heizkraftwerk gingen wohl auf Kosten der Kita- und Schulsanierung, bei denen nun diese essentiellen 20 Millionen Euro abgeknapst werden müssen, so Christa Müller (CDU).

Auch mit einem weiteren Kompromissvorschlag von Helma Orosz, nur die Operette am Heizkraftwerk zu bauen und das TJG am Standort in Cotta zu sanieren, stieß im Dresdner Stadtrat auf taube Ohren.
Dieser Vorschlag würde 75 Millionen Euro kosten. +++
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