Stadtratswahl muss teilweise wiederholt werden

Neue Abstimmung im Wahlkreis 9 voraussichtlich Mitte Oktober. Grund: NPD-Kandidat war nicht zugelassen. +++ 

Paukenschlag im Leipziger Rathaus. Wie zu Beginn der Stadtratssitzung am Mittwoch bekannt wurde, muss die Kommunalwahl vom 25. Mai teilweise wiederholt werden. Der Grund: Im Wahlkreis 9 ist Bewerber zur Wahl zugelassen worden, obwohl er rein rechtlich gar nicht hätte antreten dürfen. Nach Leipzig Fernsehen Informationen handelt es sich bei dem nicht zulässigen Bewerber offenbar um den um den NPD-Kandidaten Alexander Kurth. Der 34-Jährige saß wegen Körperverletzung und Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole im Gefängnis. Unter anderem wurde er verurteilt, weil er zusammen mit einem Komplizen auf Prinzen Sänger Sebastian Krumbiegel eingeschlagen hatte.
Diese Vorgeschichte und die dazugehörigen richterlichen Beschlüsse können ein Ausschlusskriterium darstellen. Obwohl es Kurth bei Kommunalwahl gar nicht in den Stadtrat geschafft hat,  muss nun im Wahlkreis 9 – also in Mockau-Süd, Mockau-Nord, Gohlis-Mitte, Eutritzsch, Seehausen und Wiederitzsch – neu gewählt werden. Der neue Stadtrat kommt dann also voraussichtlich erst im Dezember zusammen.
Einen nicht ganz so folgenschweren Fehler gab es auch bei der Wahl des Ortschaftsrates Holzhausen. Im Wahlbezirk 3519 haben zwei nicht wahlberechtigte Personen Stimmen abgegeben. Deshalb wird diese Wahl mit den gleichen Kandidaten wiederholt, voraussichtlich am 31. August zur Landtagswahl.