Stadtsafari der Raumkonferenz

Dresden - Bis zum 23. Juni findet die Raumkonferenz des konglomerat e.V. unter dem Motto "Zukunftsschutzgebiete" statt. Nun wurde zu einer Stadtsafari der etwas anderen Art eingeladen.

Im roten Doppeldeckerbus wurden mehrere Stationen besucht, an denen Beteiligte Einblicke in die Raumsituation der Landeshauptstadt gaben. Mit an Bord waren unter anderem auch die Abteilungsleiterin für Stadtentwicklung des Innenministeriums, Monika Thomas, und der Leiter des Dresdner Stadtplanungsamts, Stefan Szuggat. Gemeinsam lauschten sie den zahlreichen Berichten über verlorengegangene Kreativräume, gescheiterte Initiativen und Grundstücksplanungen ohne Beteiligung der Anwohner an Orten wie dem Rosenwerk, der Könneritzstraße 25, der Plattenwerksbrache am Trinitatisplatz oder dem abgerissenen Freiraum Elbtal in der Neustadt.

Allerdings gab es auch positive Beispiele einer gelungenen Stadtplanung, bei der Frei- und Kreativräume erhalten werden konnten. Hier sind vor allem der Gemeinschaftsgarten Johannstadt, die Galerie und Ateliergemeinschaft GEH8 in Pieschen oder die Robotron Kantine zu nennen, welche kurz vor dem Abriss stand und nun sogar ein wichtiges Projekt der Kulturhauptstadtbewerbung geworden ist.

Bei der abschließenden Diskussion kamen die verschiedenen Parteien miteinander und mit den Bürgern ins Gespräch. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass bürgerschaftliches Engagement für eine positive Stadt- und Raumentwicklung unerlässlich ist. Die Raumkonferenz läuft noch bis zum Sonntag, Interessierte können sich auf der Website informieren.