Stadtschülerrat Dresden: „Der Haushalt steht, das Schulhaus fällt“

Der Stadtschülerrat Dresden kritisiert den Haushaltsbeschluss und fordert höhere Investitionen. +++

Am vergangenen Donnerstag verabschiedete der Stadtrat Dresden den Doppelhaushalt für 2013/14. Aus Sicht des Stadtschülerrates reichen die geplanten Investitionen für den Bau und die Sanierung von Schulen nicht aus.

Der Pressesprecher Tim Börrnert beurteilt: „Der Sanierungsstau in Dresden ist erdrückend. Marode Schulen, überfüllte Klassen und steigende Schülerzahlen mindern die Qualität des Unterrichts. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.“ Trotz dieser Kritik sehen die Schüler auch die bereits geplanten Investitionen als den ersten Schritt in die richtige Richtung an.

„Man erkennt, dass die derzeitige Situation in der Politik wahrgenommen wurde, aber angesichts der Ausmaße des Sanierungsbedarfs reichen die geplanten Gelder nicht aus.
Es muss der Anspruch sein, alle Schüler in gut sanierten Schulen unterrichten zu können. Dafür muss die Bildung in Dresden höchste Priorität genießen.“, erklärte Tim Börrnert weiter. Des Weiteren bereitet den Schülervertretern auch der Blick in die Zukunft Bauchschmerzen. Börrnert abschließend: „Die Bildungspolitik bewegt sich auf neue Herausforderungen zu.

Das inklusive Bildungssystem muss in den Schulen mehr und mehr Einzug halten. Der Grundstein dafür muss jetzt gelegt werden.“ Die Inklusion beinhaltet das gemeinsame Lernen von Schülern mit und ohne Behinderung. Aus Sicht des Stadtschülerrates werden damit Mehrkosten entstehen, für die die Stadt noch tiefer in die Geldtasche greifen muss.

Quelle: Stadtschülerrat Dresden

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