Stadtschülerrat: Viel hilft nicht viel

Der Dresdner Stadtschülerrat begrüßt das Schulbauprogramm, mahnt aber vor falschen Investitionen. +++

Der Stadtschülerrat Dresden hat in der Vergangenheit die Schulhaussituation der Landeshauptstadt des Öfteren kritisiert. Der Sanierungsstau soll nun durch hohe Investitionen Stück für Stück abgebaut werden. Die Schüler befürworten den Schritt seitens des Dresdner Stadtrates, aber mahnen zu durchdachten Entscheidungen. „Viel Geld wird in die Hand genommen und dieses muss jetzt auch richtig investiert werden. Hier stehen wir dem Vorhaben skeptisch gegenüber.“, erklärte die Vorsitzende Raisa Spiller.

Besonders der geplante Bau des Gymnasiums Tolkewitz und der 32. Mittelschule „Sieben Schwaben“ bereiten dabei den Schülervertretern große Sorgen. Spiller dazu: „60 Millionen Euro sind eine enorme Geldsumme, welche auch richtig investiert werden sollte. Bei steigenden Schülerzahlen und einem hohen Sanierungsstau ist hierbei besonderes Fingerspitzengefühl gefordert. Wir brauchen funktionierende Schulen und keine Paläste, die Gelder für mögliche andere Schulen verbrauchen.“

Die Anforderungen an eine zeitgerechte Schule haben sich jedoch geändert. Eine inklusive Bildung, welche das gemeinsame Lernen von Schülern mit und ohne Behinderung beinhaltet, kann nur in barrierefreien Schulen gelingen. Der Stadtschülerrat fordert dazu eine Schuleitlinie, die eine Art Prototyp für eine inklusive Schule entwickelt. Diese Maßnahme kann Kosten und Zeit sparen.

Quelle: Stadtschülerrat Dresden

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