Städtisches Klinikum benötigt kräftige Finanzspritze

Dresden - Das Städtische Klinikum benötigt eine Finanzspritze in zweistelliger Millionenhöhe. Das musste Sozialbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann im Stadtrat eingestehen.

Das Städtische Klinikum benötigt eine Finanzspritze in Millionenhöhe. Das musste Sozialbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann im Stadtrat eingestehen. Konkret müssten im Doppelhaushalt 2019/20 rund 14 Millionen Euro bereitgestellt werden. Langfristig fehlen den fusionierten Krankenhäusern Friedrichstadt und Neustadt mehr als 33 Millionen Euro. Kaufmann machte die Förderpolitik des Freistaats für die finanzielle Schieflage verantwortlich. Denn während die Universitätskliniken ihre Investitionen zu 100 Prozent finanziert bekämen, müssten andere Träger 20 Prozent selbst beisteuern. Das stellt vor allem das Klinikum in der Friedrichstadt vor Kosten. Denn obwohl das Krankenhaus über hochmoderne Medizintechnik verfügt, sei die Gebäudesubstanz der alten Gemäuer in den vergangenen Jahren nicht ausreichend gesichert wurden. Bei Umbauten der historischen Gebäude sei es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Problemen gekommen, die die Bauzeit verlängerten. So soll etwa das Haus N in der Friedrichstadt erst am 25. Juni eröffnet werden. Auch der Neubau der Intensivstation am Krankenhaus Neustadt werde verspätet ans Netz gehen.