Standortsuche für Porta beendet?

Der Bau- und Planungsausschuss hat am Dienstagabend erneut zum Thema Porta beraten und hat einen Entschluss gefasst.

Nach 90 Minuten reger Diskussion einigten sich die Ausschussmitglieder, den Hartmannplatz als Standort für das Möbelhaus zu favorisieren und gleichzeitig den Parkplatz der Chemnitz Arena als Ausweichstandort für den Volksfestplatz nochmals genauer zu prüfen.

Bei beiden Varianten wurde vor allem von Seiten der LINKEN noch eine Vielzahl von Bedenken eingebracht. Demnach entspreche der Platz vor der Messe Chemnitz nicht den schallschutzrechtlichen Vorgaben. Zudem solle Porta als Investor nicht bevorzugt behandelt werden. Dem Möbelhaus seien in Chemnitz genügend Flächen angeboten worden, von denen sie sogar eine ohne Begründung ablehnten. Außerdem bringe Porta auf dem Hartmannplatz auch offensichtlich einen Abriss der alten Hartmannhalle mit sich. Thomas Scherzberg von der Fraktion Die LINKE bezeichnete beides als völlig inakzeptabel.

Das erarbeitete Schallschutzgutachten wurde ebenfalls genauer vorgestellt und bescheinigt dem Ausweichplatz vor dem Messe Chemnitz keine schlechten, allerdings nicht die allerbesten Noten. Demnach könne es passieren, dass Anwohner unter anderem der Zwickauer Straße gegen den entstehenden Lärm klagen und womöglich sogar Recht bekommen, da die Prognosen über den erlaubten Grenzwerten liegen. Dann könne hier schneller als geplant Schluss sein mit Volksfesten.

Sein klares Ja zu Porta auf dem Hartmannplatz äußerte hingegen FDP Stadtrat Dieter Füsslein. Als weiteres Argument für einen Umzug von Rummel und Co. an die Neefestraße brachte er die enormen Besucherzahlen der Messe Chemnitz und die gute Verkehrsanbindung für den möglichen Volksfeststandort ein. Trotzdem sprach sich auch Füsslein für eine genauere und vor allem schnelle Prüfung dieser Variante aus.

Treffende Worte kamen von CDU Stadtrat Tino Fritzsche. Er bezeichnete die Diskussion um die Ansiedlung von Porta in Chemnitz als, so wörtlich, Eiertanz der endlich beendet werden solle um ein klares Zeichen zu setzen.

Für das bleibt allerdings nicht viel Zeit. Nach Aussage von Baubürgermeisterin Petra Wesseler erwarte Porta bis Mitte kommender Woche eine Entscheidung von der Stadt.

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