Stanislaw Tillich: Wunsch, dass Brücke nicht nur verbindet, sondern auch angenommen wird

“Unsere Landeshauptstadt als wachsende Stadt braucht diese neue pulsierende Lebensader. Die Waldschlößchenbrücke ermöglicht darüber hinaus die Sanierung der anderen Brücken ohne Verkehrskollaps“, so Sachsens Ministerpräsident. +++

„Heute wird aus einem Brückenprojekt, das Befürworter und Gegner trennte, eine Brücke, die die Stadt neu verbindet“, sagte Ministerpräsident Stanislaw Tillich am Samstag während des Festaktes. „Die langwierigen Auseinandersetzungen um die Waldschlößchenbrücke und der Bürgerentscheid haben gezeigt, dass Rechtsstaatlichkeit und Demokratie im Freistaat Sachsen fest verankert sind“, so Tillich. Die UNESCO habe den ‚Mut zur Lücke‘ gefordert, die Dresdnerinnen und Dresdner hätten stattdessen den ‚Mut zur Brücke‘ gezeigt. „Damit haben sie Pragmatismus bewiesen in einer Stadt am Fluss, wo Menschen den Weg über eben diesen suchen und brauchen“, sagte Tillich.

82 Prozent der Dresdner Bevölkerung halten den Bau der Brücke aus heutiger Sicht für richtig. „Und 77 Prozent sind ebenso wie ich der Ansicht, dass die Gestaltung der Brücke eher gut und sehr gut gelungen ist“, sagte Tillich. „Ich wünsche mir, dass dieses 636 Meter lange und 24 Meter breite Bauwerk nicht nur verbindet, sondern auch angenommen wird.“ Auch die Waldschlößchenbrücke habe das Zeug, von einem der umstrittensten Bauwerke Sachsens zu einem neuen Wahrzeichen Dresdens zu werden.

Staatsminister Sven Morlok: „Beim Bau der Waldschlößchenbrücke mit seiner langen Vorgeschichte wurde am Ende der Bürgerwille umgesetzt. Die Dresdner haben sich diese Brücke erkämpft. Damit ist sie ein gutes Beispiel für lebendige Demokratie.“

„Unsere Landeshauptstadt als wachsende Stadt braucht diese neue pulsierende Lebensader. Die Waldschlößchenbrücke ermöglicht darüber hinaus die Sanierung der anderen Brücken ohne Verkehrskollaps“, so Tillich.

„Wenn man auf der Brücke steht und sich die Sichtachsen anschaut, dann sieht man, dass eine Elbquerung schon lange und genau an dieser Stelle geplant war“, so Staatsminister Morlok. „Die Verkehrsströme in der Stadt werden sich durch die Brücke verändern – und ich bin mir sicher: sie werden sich verbessern.“

Dies zeige, dass sich die Investition in die Waldschlößchenbrücke gelohnt hat. Die voraussichtlichen Gesamtkosten für den Bau (inklusive Grunderwerb und Planungen) belaufen sich voraussichtlich auf 151,6 Millionen Euro. Der Freistaat Sachsen fördert den Bau mit rund 127,4 Millionen Euro, das entspricht 90 Prozent der förderfähigen Kosten.

Quelle: Sächsische Staatsregierung