Starke Exporteinbrüche in Sachsen

Dresden - Sachsens Exporte sanken im April 2020 teilweise stärker als während der Wirtschaftskrise 2008/2009

Im April 2020 hat die sächsische Wirtschaft lediglich Waren im Wert von 2,04 Milliarden Euro exportiert. Damit sank der Exportwert binnen Jahresfrist um 1,48 Milliarden Euro bzw. 42 Prozent. Selbst während der Wirtschaftskrise 2008/2009 wurde kein so hoher Rückgang des Ausfuhrgeschäftes in einem Monat im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnet. Bei Personenkraftwagen und Wohnmobilen konnte nicht einmal mehr ein Zehntel des Warenwertes der Exporte des Vorjahresmonats erreicht werden.

Hauptabnehmer dieser Warengruppe waren im April 2020 China (59 Millionen Euro; -82 Prozent) und die Republik Korea (25 Millionen Euro; Zuwachs um 142 Prozent). Bei bisher bedeutenden Abnehmern wie den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich waren nahezu keine Importe von Pkw und Wohnmobilen aus Sachsen zu verzeichnen. Auch bei anderen wichtigen sächsischen Exportprodukten wie Fahrgestellen, Karosserien, Motoren, Teilen und Zubehör für Kraftfahrzeuge (-42 Prozent) sowie bei Erzeugnissen des Maschinenbaus (-27 Prozent) lagen die Ausfuhrwerte im Monat April weit unter den Vorjahresergebnissen.

Dagegen stiegen unberührt von der Corona-Krise, wie bereits in den Vormonaten, auch im Monat April dieses Jahres die Exportumsätze elektronischer Bauelemente um 19 Prozent. Das bedeutet im Vergleich der ersten vier Monate 2020 einen Zuwachs um ein Fünftel gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019. Auch bei den Positionen „unspezifische Halbwaren“ sowie „unspezifische chemische Vorerzeugnisse“ lagen die Exportwerte im April 2020 sowie kumulativ von Januar bis April 2020 über den jeweiligen Vorjahreswerten.

Insgesamt gingen die Exporte der sächsischen Unternehmen in den ersten vier Monaten des Jahres 2020 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf 11,51 Milliarden Euro zurück.

Quelle: Medieninformation des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen