Start der 10. Dresdner Gartenspaziergänge

Garteninteressierte sind zum Auftakt der Dresdner Gartenspaziergänge am Samstag, den 29. Mai, um 15 Uhr in den Staudengarten am Neustädter Könnigsufer eingeladen. Lesen Sie mehr unter dresden-fernsehen.de +++

Am Mittwoch, 26. Mai startet die zehnte Auflage der beliebten Dresdner Gartenspaziergänge. Der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten aus Sachsen (BDLA) und das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft laden gemeinsam in die Gartenoasen Dresdens ein. Garteninteressierte sind zum Auftakt in den rekonstruierten Staudengarten am Neustädter Königsufer eingeladen. Sie werden 15 Uhr am Zugang zum Staudengarten an der Wigardstraße erwartet. Christoph Hein, Vorsitzender des BDLA in Sachsen und Detlef Thiel, Leiter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft eröffnen die Jubiläums-Gartenspaziergangssaison. Dann beginnt Landschaftsarchitekt Gerd Tschersich mit der Führung.

Fünf weitere Gartenspaziergänge finden zwischen Juni und September statt. Besucht werden der Waldpark Blasewitz, der Leutewitzer Park sowie Wohnhöfe in der Südvorstadt. Zu den Führungen im Jubiläumsjahr erfährt man nicht nur Interessantes zur jeweiligen Park- und Grünanlage, sondern auch, warum Umgestalten und Rekonstruieren notwendig war und sich bewährt hat.

Das aktuelle Programm steht im Internet unter: www.dresden.de/gartenspaziergaenge oder www.sachsen.bdla.de bzw. www.gartenwelten.net.

Die Veranstaltungen werden ehrenamtlich organisiert und können deshalb kostenfrei angeboten werden. Die Dresdner Gartenspaziergänge reihen sich ein in eine bundesweit stattfindende Palette von öffentlichen Gartenevents, welche unter der BDLA-Marke „Gartenwelten“ zahlreiche Führungen und Veranstaltungen zu öffentlichen und privaten Grünräumen bietet.

Information zum Staudengarten am Königsufer:

Sowohl Staudengarten als auch der bereits rekonstruierte Rosengarten gehören zum Königsufer und stehen als Kulturdenkmal nach Sächsischem Denkmalschutzgesetz unter Schutz. Bereits 1910 gab es einen städtebaulichen Wettbewerb, der die Gestaltung des Königsufers als Parkanlage und Pendant zur bebauten Altstädter Elbseite vorsah. Mit diesen Plänen verhinderte Stadtbaurat Erlwein eine Bebauung des Königsufers, das somit zu den bedeutendsten städtebaulich- gartengestalterischen Leistungen der 30er Jahre werden konnte.

Der Staudengarten entstand 1934/1935 als Sondergarten unter Planung und Leitung von Stadtgartendirektor Heinrich Balke und war, wie auch der benachbarte Rosengarten, Teil der Reichsgartenschau von 1936.

2005 beauftragte das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft eine Bestandserfassung von Gehölzen und Stauden, um die Grundlagen für die Planung einer Rekonstruktion zu ermitteln. 2006 erarbeitete der Chemnitzer Landschaftsarchitekt Gerd Tschersich die Denkmalpflegerische Zielstellung für den Staudengarten. Akribische Recherchen historischer Fotos, Gemälde und anderer Quellen ließen Rückschlüsse auf die ursprüngliche Bepflanzung und Ausstattung zu. Die geänderten Bedingungen, zum Beispiel der Lichtverhältnisse, die durch das Wachstum der Bäume entstanden, waren bei der Pflanzenauswahl zu berücksichtigen. Insofern konnte es keine originalgetreue Wiederherstellung des Staudengartens geben, aber die Strukturen, Formen und Farben der Bepflanzung entsprechen den damaligen Gestaltungsgrundsätzen. Die im Staudengarten befindlichen Plastiken „Stehender Knabe“ von Christine Heitmann und die Sonnenuhr stammen aus den 90er bzw. 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts und wurden ebenfalls an ihren Standorten erhalten.

Die Ausstattungen konnten im Zuge der Rekonstruktion originalgetreu erneuert werden. Die Bänke stammen, wie bereits in den 1930er Jahren, von der Fa. Runge GmbH & Co. KG aus Osnabrück. 

Information zu den Gartenspaziergängen:

Der erste Dresdner Gartenspaziergang fand im Jahr 2001 statt. Er führte in die denkmal­geschützte Großsiedlung Trachau. Seit dem Jahr 2008 ist das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft offizieller Partner des BDLA und die Gartenspaziergänge finden unter einem speziellen Motto statt.

Insgesamt wurden seit dem Jahr 2001 etwa 86 öffentliche und private Park- und Grünanlagen in Dresden und der unmittelbaren Umgebung besucht. Einige davon bereits mehrfach.

Die Führungen sind stets gut besucht – in der Regel sind 50 bis 70 Gartenbegeisterte dabei.

Quelle: Pressestelle Landeshauptstadt Dresden

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