Start des größten Schulbauvorhabens in Dresden schwierig

Der Dresdner Schulbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) befürchtet die Verzögerung des Baus des neuen Schulstandortes im alten Straßenbahnhof Tolkewitz. 1700 Schüler sollen ab 2017 dort lernen. +++

Nach der Stadtratsentscheidung zum Bau des neuen Schulstandortes im alten Straßenbahnhof Tolkewitz in der vergangenen Woche befürchtet die Stadtverwaltung Dresden eine Verzögerung der Inbetriebnahme der neuen Dresdner Bildungseinrichtung.

Die Stadt wollte das Projekt einem Generalübernehmer übertragen. Die Dresdner Stadträte haben sich mehrheitlich dagegen entschieden und für die klassische Ausschreibung über die so genannte Einzel-Los-Vergabe an Firmen gestimmt

O-Ton: Winfried Lehmann, Bürgermeister Dresden (CDU), im Video

Der Stadtratsentscheidung vorangegangen war eine 4-Kammer-Initiative der Handwerkskammer Dresden, Industrie- und Handelskammer Dresden, Architektenkammer Sachsen sowie der Ingenieurkammer Sachen für die mittelstandsgerechte Einzel-Los-Vergabe.

O-Ton: Jörg Dittrich, Präsident Handwerkskammer, im Video

Die Stadtverwaltung dagegen hatte den Stadträten aufgrund der Komplexität des Vorhabens die Generalübernehmervariante empfohlen. Die 100%ige Tochtergesellschaft der Landeshauptstadt STESAD hatte im vergangenen Jahr eine Standortuntersuchung für den ehemaligen Straßenbahnhof Tolkewitz durchgeführt.

O-Ton: Axel Walther, Geschäftsführer STESAD, im Video

Somit bleibt abzuwarten, ob der Bau des neuen Schulstandortes Tolkewitz planmäßig beginnen und durchgeführt werden kann. 1700 Schüler sollen ab 2017 dort lernen. Der Schulstandort Tolkewitz ist das derzeit größte Schulbauvorhaben in Dresden. 60 Millionen Euro soll der Bau des neuen Gymnasiums und der Mittelschule im denkmalgeschützten alten Straßenbahnhof Tolkewitz kosten.