Startprobleme bei der Einführung der städtischen Papiertonne

Ab Januar mischt die Stadt im lukrativen Altpapiergeschäft mit. Dafür wurden bereits 15.000 blaue Tonnen im Stadtgebiet aufgestellt. Doch das bringt jetzt einige Probleme mit sich. +++

Das Fass läuft über, wie es so schön heißt, doch bei der Wohnungsgesellschaft Johannstadt sorgen vor Weihnachten die blauen Tonnen für Altpapier und Pappe für Schwierigkeiten. Weil das Geschäft mit Altpapier boomt und bisher nur private Unternehmen das lukrative Geschäft in den Händen hielten, wird die Stadt Dresden ab Januar eigene blaue Tonnen in Betrieb nehmen. Aus logistischen Gründen wurden diese bereits im Dezember an Wohnungseigentümer und -genossenschaften ausgegeben und aufgestellt. Das Angebot wird von den Mietern aber jetzt schon intensiv genutzt.

Interview: Hausmeister Steffen Loose berichtet von Problemen

Statt in den Altpapiercontainer wandern Zeitungen und Zeitschriften in die neue blaue Tonne, die allerdings erst im neuen Jahr regelmäßig geleert werden. So sieht es der Vertrag zwischen der Stadt Dresden und den beauftragten Entsorgungsunternehmen vor. Das führt nun zu überfüllten Behältern, die bei den verwunderten Mietern für Ärger sorgen. Die Bewohner fragen sich, wieso die Tonnen nicht schon jetzt geleert werden.

Interview: Volkmar Lautenbach vom Amt für Abfallwirtschaft erklärt die Situation

Eine kurzfristige Lösung ist nicht in Sicht, da die Tonnen frühestens nach dem Jahreswechsel geleert werden. Um aus Müllplätzen keine überfüllte Halde werden zu lassen, appellieren Stadt und Vermieter an die Bürger, die städtischen blauen Tonnen, die an einem Aufkleber zu erkennen sind, erst nach Silvester zu nutzen und bis dahin in gewohnter Weise den Weg zum Altpapiercontainer zu gehen.

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!