Startschuss für den Umbau der Dresdner Jugendhilfelandschaft

Am Donnerstag, 25. April, wird sich der Jugendhilfeausschuss mit der Fortschreibung der Jugendhilfeplanung befassen. Die Planung beschreibt die zukünftig erforderlichen Strukturen der Dresdner Jugendhilfelandschaft für den Zeitraum 2013 bis 2016. +++

Nachdem die Planung bereits in den Ortsbeiräten beraten wurde, hat der Geschäftsbereich für Soziales die zahlreichen Anregungen aufgegriffen und den Planentwurf in enger Zusammenarbeit mit dem Unterausschuss Planung des Jugendhilfeausschusses vollständig überarbeitet. Bürgermeister Martin Seidel und Christoph Stolte, Vorsitzendender des Unterausschusses Planung und Direktor der Diakonie-Stadtmission Dresden stellten die Änderungen heute, 19. April 2013, in einem Pressegespräch vor.

In der Diskussion des ursprünglichen Planungsdokuments mit den Ortsbeiräten im Januar und Februar 2013 wurde deutlich, dass die eher angebots- und trägerbezogenen Planungsaussagen nicht ausreichen für den notwendigen Umbauprozess in der Dresdner Jugendhilfelandschaft. Deshalb ist nun eine vollkommen neue Struktur für den Teilfachplan gewählt worden. „Darin liegt eine ganz besondere Qualität“, so der Vorsitzende des Unterausschusses Planung, Christoph Stolte. Das Planungsdokument enthält nun konkrete Zielformulierungen, quantitative Bestands- und konkrete Bedarfsaussagen für alle 17 Dresdner Stadträume. Auch für die stadtraumübergreifenden Handlungsfelder, wie Schulsozialarbeit oder sportliche Jugendarbeit wurde so verfahren. Der Teilfachplan ist zukünftig im Fünfjahreszeitraum, beginnend mit 2017, fortzuschreiben.

Nach Beratung des Fachplanes in der Sitzung des Jugendhilfeausschuss am 25. April 2013 wird er dem Stadtrat voraussichtlich im Mai 2013 zur Beschlussfassung vorgelegt. Bürgermeister Seidel: „Der vom Stadtrat beschlossene Jugendhilfeplan gibt den Startschuss für den Umbau der Dresdner Jugendhilfelandschaft. Herausforderungen und Dynamik einer Geburtenhauptstadt lassen sich nicht mit den Strukturen des Jahres 2001 gestalten. Das hat uns die Fortschreibung des Planes ganz eindeutig gezeigt. Gemeinsam sind wir uns einig, dass sich der Umbau nur mit den Praxispartnern vor Ort gestalten lässt. Dazu zähle ich die freien Träger der Jugendhilfe genauso wie die Ortsbeiräte, Quartiersmanager, Vertreter der Stadtteilrunden und die Fach-AG`s. Wir werden deshalb das Jugendamt beauftragen, für die nächsten Umsetzungsschritte in den Stadträumen systematische Planungskonferenzen vorzubereiten.“

Das vorliegende Planungsdokument bildet den Abschluss des vom Dresdner Jugendhilfeausschuss im Mai 2012 beauftragten Planungsprozesses. Es versteht sich als Teilfachplan für die „Kinder-, Jugend- und Familienarbeit“ und „Andere Aufgaben/Jugendgerichtshilfe“ (§§ 11 – 14, 16 und 52 Sozialgesetzbuch VIII i. V. m. Jugendgerichtsgesetz). Die Aussagen des Teilfachplanes beziehen sich im Wesentlichen auf die Ergebnisse des Planungsberichtes zur Jugendhilfeplanung, der durch das Zentrum für Forschung, Weiterbildung und Beratung an der ehs Dresden gGmbH (EHS) unter Leitung von Professor Marcus Hußmann im Zeitraum vom 1. Juli 2011 bis zum 31. März 2012 erstellt wurde. Der Planungsbericht der EHS ist Bestandteil des fortgeschriebenen Teilfachplanes.

Quelle: Dresden – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit