Startschuss für die Errichtung eines Asylbewerberheims in Dresden-Pieschen

Die Großenhainer Straße 92 soll ein Asylbewernerheim werden. Im Stadtrat wurde der Betreibervertrag beschlossen. Für die SPD-Stadtratsfraktion ist das nicht die Optimallösung. Wann das Heim eröffnet ist derzeit unklar. +++

Die Großenhainer Straße 92. Bisher beherbergte das Gebäude Geschäfts-und Büroräume.

Nach der erfolgreichen Abstimmung über den Betreibervertrag, zwischen der Firma Jaudes Bau und Boden und der Landeshauptstadt Dresden im Stadtrat, könnte hier nun bald ein Asylbewerberheim entstehen. Über 49 Wohnheimplätze soll das Gebäude bieten. Jedem Bewohner werden mindestens sechs Quadratmeter Wohnfläche bereitgestellt, Gemeinschaftsduschen und Gemeinschaftsküchen.

Auch in den kommenden Jahren werden in Deutschland viele Asylbewerber aus Konfliktregionen erwartet. Wohnheimplätze werden also benötigt.
 
Für die SPD Stadtrats-Fraktion ist das Wohnen in einem solchen Wohnheim allerdings nicht die optimale Lösung. Die Fraktion spricht sich für eine dezentrale Unterbringung der Asylbewerber, also für eine Unterbringung in eigenen Wohnungen, aus. 

Interview mit Richard Kaniewski, SPD, Stadtrat (im Video)

Und auch der neue Betreiber des nun geplanten Heimes, ist für die Dresdner SPD keine Ideallösung. 

Interview mit Richard Kaniewski, SPD, Stadtrat (im Video)

Das wurde auch von der Dresdner Ausländerbeauftragten in einer Stellungnahme angemerkt. Laut der SPD Fraktion wurde dieser Hinweis allerdings im Stadtratsbeschluss über den Betreibervertrag nicht beachtet.

Dresdens Sozialbürgermeister Martin Seidel wollte sich momentan nicht zur Planung des Asylbewerberheims auf der Großenhainer Straße äußern, teilte aber per E-Mail folgendes mit:

„Selbstverständlich wurde die Stellungsnahme der Integrations- und Ausländerbeauftragten bei der Erstellung der Beschlussvorlage berücksichtigt.„

Und weiter:

„Die soziale Betreuung soll sichergestellt werden: Das vom Sozialamt ab Februar 2011 angestoßene Modellprojekt zur sozialen Betreuung dieser Personengruppe soll auch im Objekt Großenhainer Straße Anwendung finden.“

In wie wie weit eine soziale Betreuung stattfinden wird und ob der Betreiber tatsächlich alle Verwaltungsvorschriften, wie zum Beispiel, die Möglichkeit auf dem Grundstück spielerische, oder sportliche Betätigungen durchführen zu können, einhalten wird, wird wohl die Zeit zeigen. Denn noch wird in dem Objekt umgebaut, wann das zukünftige Asylbewerberheim dann bezugsbereit ist, ist gegenwärtig noch nicht abzusehen.

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