Statistisches Landesamt: Bauen in Sachsen weiterhin kostenintensiv

Das bauen eines neuen Wohngebäudes kostete im Mai durchschnittlich 3,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, so die Experten des Statistischen Landesamtes Sachsen. +++

Gegenüber Februar 2011 erhöhten sich die Preise am Bau nochmals um 0,9 Prozent, so dass der aktuelle Baupreisindex einen Stand von 118,1 (Basis 2005 = 100) aufwies. Im Vergleich zum vorangegangenen Berichtsmonat fielen besonders die Teuerung bei „Gerüst-“ (2,9 Prozent), „Zimmer- und Holzbau-“ (2,2 Prozent), „Klempner-“ (1,6 Prozent), „Naturwerkstein-“ (1,6 Prozent) sowie „Stahlbauarbeiten“ (1,5 Prozent) auf. Zudem musste für den Einbau von „Gas-, Wasser- und Entwässerungs-“ (1,9 Prozent) sowie „Heiz- und zentralen Wassererwärmungsanlagen“ (1,2 Prozent) mehr veranschlagt werden. Einzig „Verbau-“ und „Tapezierarbeiten“ (je -0,4 Prozent) konnten zu günstigeren Konditionen in Auftrag gegeben werden.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, gab es analoge Entwicklungen beim Bau von „Büro-“ (0,8 Prozent) sowie „gewerblichen Betriebsgebäuden“ (1,0 Prozent). Der Index des zuletzt genannten Gebäudetyps wies zudem eine Jahresteuerung von 4,3 Prozent auf. Begründen ließ sich dies mit stark gestiegenen Preisen am Rohbau (4,0 Prozent) für „Dachdeckungs- und -abdichtungs-“ (8,9 Prozent) sowie „Stahlbauarbeiten“ (7,6 Prozent). Im Ausbaugewerk (4,8 Prozent) betraf es vor allem die Bauleistungen im Zusammenhang mit „Nieder- und Mittelspannungs-“ (8,1 Prozent), „Heiz- und zentraler Wassererwärmungs-“ (6,8 Prozent) als auch „Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen“ (6,0 Prozent).

Während die Preise im „Brückenbau“ (0,1 Prozent) gegenüber Februar nur minimal stiegen, traf dies weder auf den „Straßenbau“ (1,1 Prozent) noch auf die Anlage neuer „Ortskanäle“ (0,7 Prozent) zu.

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen