Statistisches Landesamt: Bevölkerungsrückgang in Sachsen abgeschwächt – höchste Geburtenzahl seit 1990

4.151.011 Einwohner lebten am 30.September 2010 im Freistaat Sachsen. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes 17.721 Personen bzw. 0,4 Prozent weniger als am Jahresende 2009. Der Bevölkerungsrückgang lag von Januar bis September 2009 bei 20.650 Personen (0,5 Prozent).

Von Januar bis September 2010 wurden 25.609 Kinder geboren, das ist die höchste Geburtenzahl seit der Wende (Januar bis September 1990: 38.866). Trotzdem dominierte ein Geburtendefizit den Bevölkerungsrückgang 2010. Im Zeitraum Januar bis September starben 2,9 Personen je 1.000 Einwohner mehr als lebend geboren wurden, ebenso viele wie im gleichen Zeitraum des Berichtsjahres 2009. Außerdem haben 1,4 Personen je 1.000 Einwohner mehr den Freistaat verlassen als nach Sachsen gekommen sind (Januar bis September 2009: 2,0 Personen je 1.000 Einwohner).

Von allen Kreisfreien Städten und Landkreisen konnten nur die Städte Dresden und Leipzig einen Bevölkerungszuwachs verzeichnen (0,5 bzw. 0,2 Prozent). Dabei profitierte Dresden sowohl von einem Geburtenzuwachs als auch einem deutlichen Wanderungsgewinn. In die Kreisfreien Städte Chemnitz und Leipzig zogen mehr Personen, als sie verlassen haben.

Von den anderen Kreisfreien Städten und Landkreisen lagen nur die Kreisfreie Stadt Chemnitz und der Landkreis Meißen mit ihrem Bevölkerungsrückgang unter dem Sachsendurchschnitt von 0,4 Prozent. Der Landkreis Görlitz hatte mit 1,1 Prozent die höchste Bevölkerungsabnahme, gefolgt von den Landkreisen Mittelsachsen und Nordsachsen (jeweils 0,9 Prozent).

Am 30. September 2010 lebte knapp ein Drittel der sächsischen Bevölkerung in den Kreisfreien Städten.

Quelle: Statistisches Landesamt