Stau in der Arbeitsagentur: Qimondianer gehen stempeln

Die Arbeitsagentur wurde heute vormittag von einem ungewohnten Kundenansturm überrascht. Über 200 Qimonda-Mitarbeiter hatten sich geschlossen arbeitssuchend gemeldet.

Auf einen solchen Ansturm ist man in der Arbeitsagentur dann doch nicht vorbereitet – in aller Eile wurde der Kundenstrom in extra eingerichtete Räume umgeleitet.

Bis zu 3000 Qimonda-Arbeitsplätze stehen in Dresden auf der Kippe. Bis Ende März soll nun erst mal die Produktion runtergefahren werden – die Mitarbeiter werden vorerst in eine Transfergesellschaft übernommen. Im Idealfall – bis ein neuer Investor gefunden ist – mit dem es weitergehen kann.
 
So richtig will daran hier aber wohl keiner mehr glauben. Gut ausgebildete Fachkräfte werden zwar gesucht – aber nicht so viele auf einmal, nicht hier in der Region. Vor allem den Älteren geht die Ungewissheit an die Substanz.
 
Ein vielleicht letzter Hoffnungsschimmer kommt aus China – dort hat das Staatsunternehmen „Inspur“ Interesse an Qimonda bekundet.

Von einer für morgen vormittag im Landtag einberufenen Sondersitzung erwarten sich die Qimonda-Mitarbeiter nun klare Signale.

Einen Bericht von der Sondersitzung im Landtag sehen Sie morgen  in Ihrem Dresden-Fernsehen.

Außerdem werden wir die komplette Sitzung morgen ab 11 Uhr per Livestream auf unserer Internetseite übertragen.

Hier geht es zum Livestream!


Mehr dazu erfahren Sie in der Drehscheibe Dresden, stündlich ab 18 Uhr auf DRESDEN FERNSEHEN.