Stefan-Heym-Preis in Chemnitz verliehen

Der Schriftsteller Christoph Hein hat am Mittwochabend im Schauspielhaus den Internationalen Stefan-Heym-Preis der Stadt Chemnitz erhalten.

Mit der 40.000 Euro dotierten Auszeichnung wurde der Autor für sein Werk ausgezeichnet, mit dem er „sich mit der Macht der Worte politisch einmischt und gegen Unrecht einsetzt“, so Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig.

Christoph Hein, der sich nach der Ehrung ins Goldene Buch der Stadt eintragen konnte, war mit dem 2001 verstorbenen Stefan Heym persönlich bekannt.

Er habe neben dessen literarischen Schaffen stets dessen Eintreten für humanistische Werte und seinen Mut zur Unangepasstheit bewundert, so Hein.

So habe sich Stefan Heym sowohl in der Weimarer Republik, im Dritten Reich, im amerikanischen Exil und der DDR, aber auch im wiedervereinigten Deutschland nie den Mund verbieten lassen.

In seiner in Dialogform vorgetragenen Laudatio verwies der bekannte Schriftsteller Ingo Schulze auf die Parallelen zwischen Stefan Heym und Christoph Hein.

Beide würden sich durch ihre klugen Werke und engagiertes Auftreten in unterschiedlichen Systemen auszeichnen.

Zu den bekanntesten Romanen Christoph Heins zählen unter anderem „Der Tangospieler“ und der von Andreas Dresen verfilmte „Willenbrock“.

Der Stefan-Heym-Preis wird alle drei Jahre verliehen. Anlässlich des 100. Geburtstages des berühmten Ehrenbürgers der Stadt Chemnitz wurde die Verleihung um ein Jahr vorgezogen.

Heute und morgen findet außerdem eine Internationale Stefan-Heym-Konferenz mit Teilnehmern aus ganz Europa in Chemnitz statt.

Bereits gestern Nachmittag ist der Vorplatz vor dem zukünftigen Landesmuseum für Archäologie im ehemaligen Kaufhaus Schocken in Stefan-Heym-Platz benannt worden.