Steigende Erwerbstätigenzahl in Sachsen

Auch im 1. Quartal 2012 wuchs die Erwerbstätigenzahl in Sachsen im Vergleich zum Vorjahr und zwar um 0,7 Prozent. +++

Deutschlandweit betrug der Anstieg sogar 1,5 Prozent und war mit 1,7 Prozent in den alten Ländern (ohne Berlin) deutlich höher als in den fünf neuen Ländern mit 0,4 Prozent. Der Anstieg im 1. Quartal 2012 erreichte alle sächsischen Branchen mit Ausnahme der Öffentlichen und sonstigen Dienstleister, Erziehung und Gesundheit. Besonders hohe Wachstumsimpulse gingen vom Verarbeitenden Gewerbe und dem Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation aus.

Mit einem Anstieg in Höhe von rund 26 000 Personen bzw. 1,5 Prozent Anfang 2012 setzte sich die seit Beginn des Jahres 2010 andauernde positive Entwicklung der »normal« beschäftigten Erwerbstätigen in Sachsen fort. Im Gegensatz dazu verringerte sich nunmehr seit dem Jahr 2006 in Folge die Zahl der marginal Beschäftigten (zuletzt um rund 12 000 Personen bzw. knapp 6 Prozent). Gegenwärtig gab es vorrangig einen Abbau der Beschäftigung in Arbeitsgelegenheiten, d.h. der sogenannten Ein-Euro-Jobs. Insgesamt waren aktuell knapp 11 Prozent der Erwerbstätigen in Sachsen in marginaler Beschäftigung (deutschlandweit rund 14 Prozent).

Im Jahresdurchschnitt 2011 erreichte die Zahl der Erwerbstätigen in Sachsen den Höchststand seit dem Jahr 2000. Der Vergleich zeigt jedoch einen deutlichen Wandel in der Wirtschaftsstruktur. Während die Finanz- und Unternehmensdienstleister fast 25 Prozent mehr Erwerbstätige auswiesen, ging im Baugewerbe rund jeder dritte Arbeitsplatz verloren. Mit den aktuellen Quartalsergebnissen werden auch die Daten zu den Erwerbstätigen ab 1991 entsprechend der Klassifikation WZ 2008 neu publiziert. Im Rahmen der Revision 2011 erfolgten außerdem die Einbeziehung neuer statistischer Quellen sowie die Umsetzung verbesserter Berechnungsmethoden.

Quelle: STATISTISCHES LANDESAMT DES FREISTAATES SACHSEN

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