Steigende Inzidenzen erschweren Lage in Krankenhäusern und Schulen

Sachsen- Am Donnerstag sprengte Sachsen erstmals die 7-Tage-Inzidenz von 1000 Erkrankten pro 100.000 Einwohnern. Nur einen Tag zuvor meldete das RKI über 12.000 Neuinfektionen für den Freistaat.  
 
In einer Pressekonferenz traten Christian Piwarz, Staatsminister für Kultus, und Petra Köpping, Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, vor die Kameras und richteten einen drastischen Appell an die Bürger und Bürgerinnen Sachsens. Das medizinische Personal in den Krankenhäusern und Impfstellen arbeitet seit Monaten an seinem Limit. Währenddessen stehen Impfwillige bei Regen und Kälte über Stunden hinweg an den Impfstationen an. Auch hier sind die Kapazitäten ausgereizt. Um der Lage mittelfristig wieder Herr zu werden, muss die sächsische Impfquote zwingend verbessert werden.
Auch die Kindertagesstätten und Schulen leiden erneut unter der angespannten Situation. Christian Piwarz sprach von einem Kraftakt aller Beteiligten, die sich darum bemühen müsse, die Einrichtungen offen zu halten. Um Schul- und Kitaschließungen eng zu begrenzen, wurden in der aktuellen Coronaschutzverordnung die systemrelevanten Berufe für eine Notbetreuung weiter eingegrenzt. Journalisten gelten demnach nicht mehr als systemrelevant. Die Lage ist ernst im Freistaat. Ob die aktuellen Maßnahmen reichen, um die 4. Welle im Freistaat zu brechen, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.