Steigende Zwillingszahlen im Dresdner Uniklinikum

Auch das 2.000. Baby im Jahr 2015 ist ein Zwilling. Die Jubiläumsbabys heißen Hilde und Martha. Ihre Geburt war eine von insgesamt 105 Mehrlingsgeburten in diesem Jahr am Uniklinikum – das sind 13 mehr als im Vorjahr. +++

Wie schon im Vorjahr erblickte das 2.000. im Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden geborene Baby am 15. Oktober das Licht der Welt: Hilde Vater wurde am Donnerstag um 12.35 Uhr im Kinder-Frauenzentrum geboren. Eine Minute zuvor war bereits Hildes Zwillingsschwester Martha zur Welt gekommen. Trotz der frühen Geburt in der 30. Schwangerschaftswoche geht es beiden Babys gut. Die erstgeborene Martha kommt auf 970 Gramm und ist 37 Zentimeter groß. Ihre Zwillingsschwester Hilde misst sogar 40 Zentimeter und wiegt 1395 Gramm. Ein Blick in die Statistik offenbart nach den steigenden Geburtenzahlen der Vorjahre in 2015 eine Stabilisierung der Geburten auf hohem Niveau. So kamen Hilde und Martha genau an dem Tag zur Welt, an dem auch Paul Kunadt, das 2.000. Baby des Jahres 2014, im Uniklinikum geboren wurde. Die im Vergleich zu den Vorjahren hohe Geburtenanzahl der Jahrgänge 2014 und 2015 sowie ein Hoch bei den risikoreicheren Mehrlingsgeburten belegen, dass die umfassende Expertise des Universitäts Kinder-Frauenzentrums, in dem Spezialisten der Kliniken für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie für Kinder- und Jugendmedizin zusammenarbeiten, mehr denn je genutzt wird.

Diesen Tag wird die Familie so schnell nicht vergessen: Am Geburtstag von Vater Thomas kamen auch die Zwillinge Martha und Hilde zur Welt. Ihre Geburt war eine von insgesamt 105 Mehrlingsgeburten in diesem Jahr am Uniklinikum – das sind 13 mehr als im Vorjahr. Bei Zwillingsgeburten ist es besonders wichtig, dass der Mutter ein eingespieltes Team aus Hebammen und Ärzten zur Seite steht. Bei gut einem Drittel der Zwillingsgeburten kommen die Kinder auf natürlichem Weg auf die Welt. Doch auch der Fall, dass der erste Zwilling eine Spontangeburt ist, aber das zweite Kind per Kaiserschnitt geholt werden muss, kommt in Einzelfällen vor. „Die Sicherheit für Kinder und Mütter hat oberste Priorität“, sagt Prof. Pauline Wimberger, Direktorin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Viele Eltern sind von der besonderen Kompetenz der Klinik überzeugt, die einziges ostsächsisches Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level 1) ist. Dieses Zentrum verfügt über einen großen Erfahrungsschatz in der Therapie und Pflege von zu früh oder krank geborenen Kindern. „Wir vereinen die Maximalversorgung mit einem Konzept, das die Notwendigkeit und Bedürfnisse der Familien in den Mittelpunkt stellt. Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren gemeinsam mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin eine interdisziplinäre perinatologische Station eröffnet. Hier können acht Mütter gemeinsam mit ihren zu früh geborenen Kindern in einem Zimmer stationär versorgt werden“, so die Klinikdirektorin. Angebote einer familienorientierten Versorgung gibt es natürlich auch für die Eltern und Kinder nach einer normal verlaufenden Schwangerschaft und Geburt. Auf Wunsch können sie zum Beispiel in Familienzimmern der regulären Wochenstation untergebracht werden. Auch Janet Kunkel und Thomas Vater, die Eltern von Martha und Hilde, profitieren von diesem Angebot des Universitäts Kinder-Frauenzentrums.

Quelle: Uniklinikum Dresden