Steindorff-Sammlung bleibt an der Uni Leipzig

Am Nachmittag kamen Vertreter des Hochschulrates der Universität Leipzig und der Jewish Claim Conference (JCC) zu einer gütigen Einigung um Streit um die altägyptische Sammlung des Historikers Prof. Georg Steindorff. +++

Die Beteiligten waren von Anfang anbemüht, eine gütliche Einigung über das weitere Schicksalder altägyptischen Privatsammlung von Prof. Georg Steindorff in Leipzig zu erzielen.

Zahlungen waren von der JCC zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt, solche sollen auch künftig an die JCC nicht geleistet werden.
Stattdessen wird verabredet, dass die Universität Leipzig – unter Anerkennung des verfolgungsbedingten Entzugs der Sammlung – den Lebensweg des Gründers der Sammlung, Georg Steindorff, weiter aufarbeitet und veröffentlicht. So ist beabsichtigt, eine ausführliche Dokumentation über Georg Steindorff zu erstellen und diese der Öffentlichkeit im Rahmen der Sammlung zugänglich zu machen.

Die Universität Leipzig nimmt das in konstruktiver Atmosphäre geführte Gespräch zum Anlass, das Thema der Verfolgung in der NS-Zeit mit Blick auf den universitären Bereich noch stärker aufzunehmen und verschiedenen Altersgruppen öffentlichkeitswirksam nahe zu bringen.

Der Rechtsstreit wird seitens der Universität Leipzig nicht mehr fortgeführt. Die Universität Leipzig ist dankbar für das großzügige Entgegenkommen der JCC. Die Beteiligten sind sich darüber einig, dass dieses Ergebnis sowohl dem Wunsch des Gründers als auch dem des Erben, Thomas Hemer,entspricht.