Hochschulen fördern und Kunsterbe sichern – Jahresinterview mit der Ministerin für Wissenschaft und Kunst

Dresden – Der Freistaat Sachsen und die Hochschulen haben zum Jahresende eine Zuschussvereinbarung mit einem Gesamtvolumen von ca. 6,5 Milliarden Euro unterzeichnet. „An Sächsischen Hochschulen haben wir 2016 das letzte mal über Stellenabbau gesprochen. Wir erleben 2017 einen Paradigmenwechsel weg vom Abbau von Kapazitäten hin zu langfristiger Planungssicherheit auf einem soliden finanziellen Niveau“, so Eva-Maria Stange (SPD). Jonathan Wosch hat die Wissenschafts- und Kunstministerin zum Jahresinterview gebten.


Die jetzige Zuschussvereinbarung gibt finanzielle Planungssicherheit für die Hochschulen über die nächsten acht Jahre. Mit einem Gesamtvolumen von ca. 6,5 Milliarden Euro haben sich Mittel und Handlungsspielräume der Unis erhöht. Im Dezember 2013 war die bisherige Zuschussvereinbarung mit einer Laufzeit von drei Jahren bis Ende 2016 unterzeichnet worden. Mit dem Abschluss der Zuschussvereinbarung 2017 – 2024 wird eine wesentliche Vereinbarung des Koalitionsvertrags erfüllt.
Mit der Vereinbarung wird unter anderem die Finanzierung von 9034 Personalstellen an den Hochschulen sichergestellt. Außerdem wurde der Verzicht auf den geplanten Abbau von 754 Stellen von 2017 an vereinbart. Die Gelder, die wegen der Übernahme der BAföG-Mittel für die Studierenden durch den Bund freigeworden sind, sollen ebenso wie die Hochschulpaktmittel 2020 des Bundes auch weiterhin vollständig für den Hochschulbereich verwendet werden. Zusätzlich stellt der Freistaat Sachsen den Landesanteil der Exzellenzinitiative zur Verfügung. Ferner sind weitere investive Zuschüsse pro Jahr für die Hochschulen in Abhängigkeit der Haushaltsentwicklung möglich.