Stellungnahmen zur Qimonda-Pleite

Der Chiphersteller Qimonda ist pleite. Das Unternehmen hat heute beim Amtsgericht München einen Insolvenzantrag gestellt. Jetzt gab es erste Stimmen aus Politik und Gewerkschaft.

Der Dresdner Chiphersteller steckte schon längere Zeit in der Krise. Doch jetzt geht gar nichts mehr. Heute hat Qimonda Insolvenz angemeldet. Das betrifft die Standorte Dresden und München mit rund 4600 Mitarbeitern. Wesentliche Unternehmensteile sollen aber im Rahmen der Insolvenz saniert werden, kündigte der Vorstandschef an. Im Wirtschaftsministerium in Dresden ist man bestürzt über das Aus. 

Der Freistaat Sachsen wollte Qimonda ein Darlehen von 150 Millionen Euro zuschießen. Auch der Mutterkonzern Infineon und das Werk in Portugal hatten sich bereit erklärt zusammen 175 Millionen Euro einzubringen. Doch jetzt hat sich eine weitere Finanzierungslücke von 300 Millionen Euro aufgetan, die nicht mehr gestopft werden konnte.

Jurk kündigte ebenfalls an, dass das Unternehmen Fördergelder zurückzahlen müsse. Durch den massiven Preisverfall in der Chip-Industrie und der schlechte Zugang zur Finanzierung auf den Kapitalmärkten hatte sich in den letzten Monaten die Situation von Qimonda immer mehr verschlechtert. Die IG Metall wirft der Geschäftsführung Versagen vor. Auch der Betriebsrat müsse sich stärker für die Mitarbeiter einsetzen. 
Und dann sind da noch die Mitarbeiter für die ein Sozialplan abgeschlossen wurde.

Als Insolvenzverwalter wurde der Münchner Rechtsanwalt Michael Jaffé bestimmt. Er hatte unter anderem die Insolvenzverfahren des Spielwarenherstellers Nici und des Kirch-Medienkonzerns geführt. Jaffé soll sich nun in den kommenden Tagen einen Überblick über die Situation bei Qimonda verschaffen.

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