Sternenhimmel über Dresden – Himmlische Lichterkette

Sternenhimmel über Dresden - Ein beeindruckendes, möglicherweise aber auch beängstigendes Bild bietet sich aktuell immer wieder auch am Dresdner Nachthimmel. Anfang des Jahres beobachteten viele Menschen weltweit zahlreiche Lichter, die sich in Formationen zu bewegen schienen. Schnell kam die Vermutung auf, es könnte sich dabei um Flugübungen des Militärs handeln. Andere hielten die Lichtpunkte lediglich für Sternschnuppen. Einige jedoch gingen sogar von unbemannte Flugobjekte aus dem All aus. Der Grund ist aber ein ganz anderer. Es handelt sich bei den Leuchtpunkten, die wie auf einer Perlenschnur aufgefädelt zu sein scheinen, um das sich im Aufbau befindliche Starlink-Netzwerk.

Starlink ist ein vom Teslagründer Elon Musk geplantes bzw. gestartetes, weltumspannendes Satellitennetzwerk, des US-Raumfahrtunternehmes SpaceX. Ab Mitte des Jahres soll es Internetzugang an sonst schlecht zugänglichen Stellen der Erde bieten. Insgesamt könnten so bis zum Jahr 2027 rund 12.000 Satelliten ihren Platz am Himmel gefunden haben.

Deutlich lichtstärker lässt sich besonders in Großstädten allerdings ein anderes, ebenfalls künstliches Himmelsobjekt beobachten - die Internationale Raumstation ISS umrundet alle 90 Minuten die Erde und übertrifft mit ihrer scheinbaren Helligkeit sogar unseren Abend- und Morgenstern. Während die Venus im Frühjahr deutlich an Leuchtkraft verliert, kann die ISS das ganze Jahr über hervorragend aus fast jedem Blickwinkel beobachtet werden. Wann es das nächste mal soweit ist, lässt sich unter anderem auf der Internetseite des Olbers-Planetariums Bremen ablesen. So ist für jeden Sternen-Fan etwas dabei.