Steuereinnahmen sächsischer Kommunen weiter rückläufig

1.032 Millionen Euro Steuereinnahmen hatten die sächsischen Kommunen im ersten Halbjahr 2010 zu verzeichnen. Damit setzte sich der seit 2009 bestehende Abwärtstrend weiter fort. +++

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes betrug der Rückgang gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres 37 Millionen € bzw. 3,5 Prozent. Überwiegend resultierte dieser Rückgang aus den um 55 Millionen € bzw. 9,6 Prozent gesunkenen Gewerbesteuereinnahmen (netto), die mit 520 Millionen € die Hälfte aller Steuereinnahmen (netto) ausmachten.

Wesentlich beeinflusst wurde das Ergebnis durch die Stadt Leipzig, die allein 47 Millionen € (38,5 Prozent) weniger Gewerbesteuern (netto) einnahm als im ersten Halbjahr 2009. Die Stadt Dresden verzeichnete dagegen einen Anstieg um 6 Millionen € bzw. 5,8 Prozent. Die kreisangehörigen Gemeinden nahmen insgesamt 304 Millionen € Gewerbesteuern (netto) ein und blieben damit um 10 Millionen € bzw. 3,1 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert.

Dabei reichten die regionalen Schwankungen von Mindereinnahmen in Höhe von 24 Millionen € im Kreisgebiet Görlitz bis zu Mehreinnahmen in Höhe von 7 Millionen € im Kreisgebiet Meißen.

Insgesamt wiesen rund 56 Prozent aller Gemeinden eine positive Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen (netto) aus. Einen leichten Rückgang gegenüber dem Vergleichszeitraum gab es auch beim Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer (-1 Millionen € bzw. ‑1,0 Prozent), während die Grundsteuern sowie der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer um jeweils 9 Millionen € gestiegen sind.

Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

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