Steuertipps vom Finanzministerium: Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte 2010 für 2010 und 2011

Arbeitnehmer haben nur noch bis zum 30. November 2010 Zeit, um sich auf der Lohnsteuerkarte 2010 einen Freibetrag eintragen zu lassen und damit noch 2010 Steuern zu sparen. Darauf weist das Sächsische Staatsministerium der Finanzen hin:

Der Vorteil des so genannten Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahrens liegt für Arbeitnehmer darin, dass sie bereits im laufenden Kalenderjahr über ihr Geld verfügen können. Sie müssen sich nicht bis zum Folgejahr gedulden, um ihre Erstattungsansprüche mittels Einkommensteuererklärung geltend zu machen. Denn durch einen vom Finanzamt eingetragenen Freibetrag (beispielsweise wegen Werbungskosten, bestimmter Sonderausgaben oder außergewöhnlicher Belastungen) ermäßigt sich die Lohnsteuer, die der Arbeitgeber vom Arbeitslohn einbehalten muss. So können sich insbesondere noch die auf das Weihnachtsgeld entfallenden Steuerabzugsbeträge mindern.

Infolge der Umstellung auf das elektronische Verfahren gibt es für das Jahr 2011 folgende Besonderheit:
Da die Lohnsteuerkarte 2010 auch im Jahr 2011 gilt, gilt auch der darauf eingetragene Freibetrag des Jahres 2010 für 2011 automatisch weiter. Ein neuer Antrag auf Lohnsteuerermäßigung für 2011 ist deshalb nur dann erforderlich, wenn ein eingetragener Freibetrag geändert werden soll. Wer für den Lohnsteuerabzug 2010 keinen Freibetrag auf seiner Lohnsteuerkarte 2010 hat, der kann sich auf der Lohnsteuerkarte 2010 (bzw. auf einer Ersatzbescheinigung 2011, die vom Finanzamt auf Antrag ausgestellt wird, falls keine Lohnsteuerkarte 2010 mehr vorhanden ist) auch erstmals und nur für das Jahr 2011 einen Freibetrag eintragen lassen.

Erst-/Änderungsanträge zum Freibetrag für den Lohnsteuerabzug 2011 können bis zum 30. November 2011 beim Finanzamt gestellt werden. Damit sich der neue Freibetrag bereits beim Lohnsteuerabzug für Januar 2011 auswirken kann, muss der Antrag bis spätestens Ende Januar 2011 gestellt sein.