Stiftungspreis: „Die unverwechselbare Stadt: Identität, Heimat, Marke“

Der Stiftungspreis der gemeinnützigen Stiftung „Lebendige Stadt“ steht in diesem Jahr unter dem Motto „Die unverwechselbare Stadt: Identität, Heimat, Marke“. Sachsens Innenminister ruft sächsische Städte und Gemeinden zur Bewerbung um den Stiftungspreis 2011 auf:

Innenminister Markus Ulbig ruft als Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung „Lebendige Stadt“ alle Städte und Gemeinden auf, sich um diesen Stiftungspreis zu bewerben.

Innenminister Markus Ulbig: „Die Sachsen identifizieren sich sehr stark mit ihrer unmittelbaren Heimat. Unsere Städte und Gemeinden sind heute so schön wie nie zuvor. Ich kann alle kommunal Verantwortlichen nur ermutigen, diese Leistung auch nach außen zu tragen und sich zu bewerben.“

Preiswürdig sind Konzepte und Projekte, die Städten oder Gemeinden – aber auch ihren Stadtteilen, Quartieren und größeren Teilgebieten – eine eigene, unverwechselbare Identität verleihen, bei den Bürgerinnen und Bürgern ein hohes Maß an Identifikation und Gefühl für Heimat stiften. Dabei geht es um Konzepte, die bereits realisiert worden sind oder in naher Zukunft umgesetzt werden. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Schaffung einer dauerhaften Identität und Identifikation in unseren Städten und Gemeinden zu. Insgesamt ist eine Preissumme von 15.000,- Euro ausgesetzt.

Die Bewerbungen sind bis zum 15. Juni 2011 zu senden an:
Stiftung „Lebendige Stadt“
Saseler Damm 39
22395 Hamburg

+++ Hier im Internet finden Sie weitere Informationen und das Bewerbungsformular. +++

Die gemeinnützige Stiftung „Lebendige Stadt“ engagiert sich seit dem Jahr 2000 erfolgreich für die Zukunft unserer Städte. Dabei gilt es, die urbane Vielfalt aus Arbeit, Kultur, Handel und Wohnen zu erhalten und mit zu gestalten. Auch im Freistaat Sachen hat die Stiftung eine Vielzahl von Projekten initiiert und gefördert.

Bei dem Leitthema Gestaltung städtischer Außenräume unterstützte die Stiftung in Leipzig die Umgestaltung des geschichtsträchtigen Kirchhofes vor St. Nicolai zu einem Ort der Besinnung. Kernstücke der Neugestaltung sind die Lichtinstallationen des Leipziger Künstlers Tilo Schulz mit Lichtwürfeln, die das langsame Aufbauen friedlicher Versammlungen wie 1989 bei den Leipziger „Montagsdemonstrationen“ symbolisieren.

Ebenfalls in Leipzig fördert die Stiftung die Errichtung einer Notenwand, die Bestandteil der „Leipziger Notenspur“ ist und durch das Zusammenspiel von Wegeleitsystem und Musikerlebnisleitsystem im öffentlichen Raum das Entdecken der Musikgeschichte Leipzigs ermöglicht.

In Hoyerswerda unterstützte die Stiftung ein vom Verein „Spirit of Zuse“ initiiertes Kunstprojekt, bei dem der Abriss eines Gebäudes in der Plattenbausiedlung der Neustadt von 37 Künstlern, Theater und Filmemachern fantasievoll begleitet wurde. Im Focus der künstlerischen Auseinandersetzung stand dabei vor allem die Erforschung des urbanen Lebens in schrumpfenden Städten.