Störungen während Einsatz

Chemnitz – Während des gestrigen Einsatzes beim Finanzamt Chemnitz-Mitte, musste die Polizei eine Anzeige gegen einen 47-Jährigen aufnehmen.

© Sachsen Fernsehen / Symbolbild

Der Mann war während des Einsatzes in den durch die Polizei abgesperrten Bereich gekommen, um Fotos vom Geschehen zu machen. Dabei behinderte er die Beamten bei ihrer Arbeit. Als die Polizei den 47-Jährigen aufforderte, das gesperrte Areal zu verlassen, weigerte er sich zunächst.

Als er den Einsatzbereich schließlich verließ, versuchte er das Absperrband zu beschädigen. Ein Polizist bemerkte dies und versuchte den Mann daran zu hindern. Daraufhin ging der Mann auf den Beamten los und schlug auf ihn ein.

Es wurde Anzeige gegen den Mann erstattet. Der Polizist blieb unverletzt.

Außerdem kam es während des gesamten Einsatzes mehrfach zu Störungen durch Passenten, die sich über das Absperrband hinwegsetzten und den Einsatzbereich betraten. Erst nachdem sie mehrfach aufgefordert wurden, das Areal nicht zu betreten, befolgten sie die Anweisungen der Polizei.

Beim Finanzamt Chemnitz-Mitte war gestern gegen 13.00 Uhr eine Bombendrohung eingegangen. Die Polizei evakuierte daraufhin das siebengeschossigen Bürogebäudes, in dem sich zum Zeitpunkt der Drohung schätzungsweise 500 Personen befanden.

Nachdem das Gebäude geräumt wurde, betraten Beamte mit auf Sprengstoff spezialisierten Hunden das Finanzamt und durchsuchten dieses systematisch bis 17.35 Uhr.

Es konnte nichts gefunden werden, sodass die Polizei die Absperrung gegen 17.45 Uhr aufhob.

Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.

Im Einsatz waren insgesamt 45 Einsatzkräfte.