Stolpersteine erinnern an verfolgte Chemnitzer

Chemnitz – In Chemnitz sind am Dienstag erneut Stolpersteine zum Gedenken an Opfer des NS-Regimes verlegt worden.

Bei der Auftaktveranstaltung am Vormittag an der Andrestraße auf dem Kaßberg wurde an die jüdische Familie Zuer erinnert. Diese lebten im nicht mehr vorhandenen Gebäude der Hausnummer 43 und wurden am 10. Mai 1942 in das Ghetto Belzyce deportiert und ermordet.

Schülerinnen und Schüler des Dr.-Wilhelm-Andre-Gymnasiums gestalteten das Programm für die Verlegung der Steine, die vom Kölner Künstler Gunter Demnig angefertigt und in den Gehweg eingelassen wurden.

Demnig hat in den vergangenen Jahrzehnten rund 61.000 Stolpersteine, die an alle durch die Nationalsozialisten verfolgte Gruppen erinnern sollen, in ganz Europa verlegt. Finanziert wird das größte „dezentrale Mahnmal“ der Welt durch Patenschaften und Vereine.

Am Dienstag sind in Chemnitz insgesamt 21 der mit Messingtafeln bedeckten Betonwürfel an neun Orten in den Boden eingelassen worden. Damit steigt die Zahl der Stolpersteine in der Stadt auf nunmehr 176 Exemplare.