Strafverfahren gegen Pfarrer Lothar König eingestellt

Das Strafverfahren gegen den Jenaer Jugendpfarrer Lothar König wegen schweren Landfriedensbruches und anderen Vorwürfen ist eingestellt. worden. Der Prozess gegen den Pfarrer lief seit 2011. +++

Mitteilung der Rechtsanwälte von Lothar König:

Wir teilen Ihnen als Verteidiger von Lothar König mit, daß das Strafverfahren wegen schweren Landfriedensbruches und anderen Vorwürfen gegen Lothar König nach Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden mit Zustimmung von Lothar König durch das AG Dresden am heutigen Tage gem. § 153 a StPO eingestellt wurde.

Lothar König hatte diese Vorgehensweise vorgeschlagen und seine Bereitschaft, zuzustimmen, wie folgt begründen lassen: „Motiv für die Zustimmung des Angeklagten ist, daß er aufgrund christlicher Überzeugung nach der langen Phase des Haders und des Streits, unter der nach seiner Wahrnehmung nicht nur er gelitten hat, einen Beitrag zum Rechtsfrieden leisten will. Jurisdiktion ist Menschenwerk, das fehlsam ist. D er Angeklagte läßt sich bei seiner Entscheidung von seinem umfassenden seelsorgerischen Auftrag leiten, mit dem er sein gesamtes Leben verbindet. Mit diesem Auftrag ist ein versöhnlicher Abschluß eines für alle Beteiligten massiv belastenden Ereignisses (Verfahrens) besser zu vereinbaren als „Rechthaberei“, die in diesem Falle die Suche nach irdischem Recht-Behalten wäre, obschon die Geschichte über die Ereignisse am 19. 2. 2011 – Gott sei Dank – längst hinweggegangen ist .“

Lothar König wird eine Geldauflage bezahlen, die je zur Hälfte an den Justizfiskus desFreistaates Sachsen und an den Evangelisch-Lutherischen Kirchenbezirk in Dresden Mittegezahlt wird. Die Landeskasse trägt die Gerichtskosten. Alle Gerichtstermine sindaufgehoben.

Die Verteidigung hatte bereits im Juni 2013 die Einstellung des Verfahrens gefordert.Nachdem nun ein erst kürzlich vom Gericht eingeholtes Gutachten des LKA Brandenburgerwiesen hat, daß die Angaben der Verteidigung über das von Lothar König tatsächlichüber den Lautsprecherwagen Gesagte zutreffend waren, sehen nunmehr auch dieJustizverfolgungsbehörden in Dresden heute keine „Schuld“ des Pfarrers mehr, die eineweitere strafrechtliche Verfolgung rechtfertigen würde.

Quelle: Rechtsanwälte Johannes Eisenberg / Dr. Stefan König / Dr. Stefanie Schork

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