Strahlenbelastung bei Ersatzbrennstoffen ungefährlich

Ergebnisse zu den schwach radioaktiv belasteten Ersatzbrennstoffen, die letzte Woche aus Cröbern an die Papierfabrik Eisenhüttenstdt geliefert wurden, liegen vor. Das strahlende Material hat eine Halbwertzeit von acht Tagen. +++

Im Fall der schwach radioaktiv belasteten Ersatzbrennstoffe, die vergangene Woche von der Mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) Cröbern über die Kreiswerke Delitzsch an die Papierfabrik Eisenhüttenstadt geliefert wurden, liegen jetzt die Ergebnisse der Untersuchung vor. Eine Messung durch den TÜV Rheinland hat eine Belastung von 0,14 Mikrosievert/Stunde ergeben, die für die menschliche Gesundheit ungefährlich ist. Bei dem strahlenden Material handelt es sich um Jod 131, das eine Halbwertzeit von acht Tagen hat. 

„Lieferungen von belastetem radioaktivem Material aus Cröbern müssen in Zukunft verhindert werden“, sagt Umweltminister Frank Kupfer. „Die Landesdirektion Leipzig wird von mir aufgefordert, mit dem Betreiber der MBA über den dauerhaften Einsatz eines Messgerätes auf Radioaktivität zu sprechen. Nach 2008, als schon einmal radioaktiv belastete Ersatzbrennstoffe aus Cröbern nach Brandenburg geliefert wurden, ist das jetzt der zweite Vorfall. Auch wenn beide Male keine Gefährdung für die menschliche Gesundheit ausgegangen ist, sollen die Fachbehörden die rechtlichen Möglichkeiten für die permanente Installation eines solchen Messgerätes finden.“

Die Experten vermuten, dass die Kontamination aus dem medizinischen Bereich stammt. Die genaue Ursache lässt sich allerdings nicht mehr eindeutig klären, weil der Ersatzbrennstoff sehr fein zerkleinert ist. Das belastete Material kann aufgrund der kurzen Halbwertzeit nach ein paar Tagen Wartezeit in der Papierfabrik Eisenhüttenstadt als Ersatzbrennstoff eingesetzt werden.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

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