Straßenbahnmuseum öffnet am Wochenende

Jeweils von 10 bis 17 Uhr öffnet das Straßenbahnmuesum Dresden am kommenden Wochenende für alle Besucher seine Türen. An beiden Tagen werden Rundfahrten mit historischen Bussen und Straßenbahnen angeboten. +++

Am kommenden Wochenende, dem 20. und 21. April 2013, öffnen das Straßenbahnmuseum Dresden und Verein historischer Kraftfahrzeuge jeweils von 10 bis 17 Uhr ihre Pforten an der Trachenberger Straße für alle großen und kleinen Besucher. Neben einer aktiven Begutachtung der Nahverkehrs-Oldtimer und Führungen durch die Museumswerkstatt wird mit der Modellstraßenbahnanlage in der Spurweite H0 vor allem den jüngeren Fans einiges geboten. Jüngstes Exponat im Museum ist der eben rekonstruierte Poststraßenbahnwagen der Lockwitztalbahn aus dem Jahr 1908. An beiden Tagen bieten die Vereinsmitglieder Rundfahrten mit historische Bussen und Straßenbahnen an.    

Die Öffnungstage des Straßenbahnmuseums sind mittlerweile eine schöne Tradition. Schließlich kann man die alten Busse und Straßenbahnen nicht jeden Tag sehen. Und im Fall der Öffnungstage ist auch das Anfassen ausdrücklich mal erlaubt – egal ob Berolina-Triebwagen aus dem Jahre 1902, legendärer Hechtwagen aus den 1930ern oder der Ikarus 66, mit dem Opa immer zur Arbeit fuhr. Nach überstandener Hauptuntersuchung geht auch der so genannte Großraumwagen erstmals wieder auf Tour. Nach der Gebäudesanierung vor zwei Jahren erstrahlt das Museum in neuem Glanz. Das Museumscafé lädt zum Verweilen ein.  Auf einer Großbildleinwand finden laufend Filmvorführungen statt.

Minibahnen sind „Dauerbrenner“

In den vergangenen Jahren war der ultimative Höhepunkt für junge Besucher zweifellos die Modellstraßenbahnanlage in der Spurweite H0. Teile der Großanlage, die auf der Hamburger Straße beheimatet ist, werden durch den Modellstraßenbahnverein auch im Straßenbahnmuseum präsentiert. Trotz Computer und Spielkonsole entdecken viele Kinder und vor allem deren Väter wieder ihre Liebe zu diesem elektromechanischen Spielzeug. Über die Anlage, bei deren Bau Dresdner Straßen oder Stadtteile Pate standen,  rollen Modelle historischer und aktueller Straßenbahnen. Darunter einige neue Fahrzeuge.

Briefsendung per Straßenbahn     

Was uns heute exotisch vorkommt, war früher an der Tagesordnung: Briefe wurden mit der Straßenbahn gesandt. Natürlich nur bis zum nächsten Postamt. Dafür rollte ab 1908 auf der Lockwitztalbahn ein passend lackierter Straßenbahnwagen. In den konnten die Bewohner an der Strecke ihre Briefe und Päckchen einwerfen oder vom Postbeamten entgegen nehmen lassen. Der fuhr nämlich mit. Ob damit auch Post verteilt wurde, ist nicht überliefert. Im Jahr 1960 wurde der Wagen ausgemustert und verkauft. Genau dieser Postwagen fiel 1990 einem Straßenbahnfan in die Hände. Er übergab das Exponat vor einigen Jahren teilrekonstruiert an die Mitglieder des Museums. Die zögerten nicht lange und vollendeten den Aufbau des zuletzt als Hühnerstall missbrauchten Fahrzeugs. Am Wochenende wird der Postwagen erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. 

Historische Wagen auf Sonderfahrt

Im Programm sind auch wieder nicht alltägliche Sonderfahrten. Ab 10:30 Uhr bis 16:30 Uhr startet stündlich der Ikarus-Bus vom Typ 66 zu einer Fahrt durch Dresden. Von 11 Uhr bis 16 Uhr bricht der historische MAN-Straßenbahnzug von 1913 zu einer Rundfahrt durch das Dresdner Stadtzentrum auf. Die Fahrpreise für die Rundfahrten betragen drei Euro, Ermäßigte bezahlen zwei. Jeweils 11:15 Uhr und 14:45 Uhr fährt der wieder in Betrieb genommene Straßenbahn-Großraumzug zum ehemaligen Straßenbahnhof Waltherstraße. Dort gibt es eine Führung durch die Halle. Fans können die abgestellten Arbeitsfahrzeuge fotografieren. Diese Sonderfahrt kostet fünf Euro pro Person.

Sonderstraßenbahnlinie 16 als Zubringer im Einsatz

Das Museum auf der Trachenberger Straße 38 erreicht man mit den Linien 3, 64 und 70. Zusätzlich ist eine Sonderstraßenbahnlinie 16 auf der Strecke Straßenbahnmuseum – Bhf. Neustadt – Albertplatz –  Pirnaischer Platz – Altmarkt – Postplatz – Theaterplatz – Bhf. Neustadt – Straßenbahnmuseum im Einsatz. Ab Postplatz gibt es von 9.30 bis 16.30 Uhr stündliche Abfahrten. Für die Mitfahrt in den Sonderlinie 16 genügt ein gültiger Fahrschein. Der Eintritt ins Museum beträgt für Erwachsene 2 Euro, Kinder bezahlen 1,50 Euro. Noch günstiger ist die Familienkarte für 5 Euro. Mehr Informationen zur Veranstaltung gibt es im Internet unter www.strassenbahnmuseum-dresden.de.

Quelle: Dresdner Verkehrsbetriebe AG