Straßenbahnumleitung auf der Dresdner Marienbrücke

Gleisbauarbeiten sorgen ab Montag für Streckenänderungen der Linien 6 und 11. Ziel ist die Fertigstellung bis zum Stadtfest am 17. August. +++

Die Umleitungen treten ab dem 4. Juni um 4 Uhr morgens ein. Die „6“ verkehrt zwischen den Haltestellen „Schäferstraße“ und „Antonstraße/Leipziger Straße“ über Weißeritzstraße, Maxstraße, Ostraallee, Theaterplatz, Augustusbrücke, und Neustädter Markt. Die „11“ fährt zwischen „Postplatz“ und „ Antonstraße/Leipziger Straße“ über Theaterplatz und Neustädter Markt.

Bis zum 9. Juli 2012 tauschen die Bauleute auf einer Länge von etwa 550 Metern den Gleisunterbau und die Schienen auf der stromabwärts gelegenen Seite der Marienbrücke aus. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 340.000 Euro und stammen aus dem Budget der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) zur laufenden Unterhaltung der Infrastruktur. Der Autoverkehr wird an der Baustelle entlang geführt. Mit Verkehrsraumeinschränkungen muss aber gerechnet werden.
Die Erneuerung der stromaufwärts gelegenen Seite war ursprünglich für das Jahr 2013 vorgesehen. Durch die Verschiebung der großen Baustelle auf der Bautzner Straße und die dadurch frei werden Kapazitäten und Mittel soll sie nun möglichst gleich im Anschluss während der verkehrsschwächeren Sommerferien gebaut werden.

Die Straßendecke auf der Marienbrücke ist zwar insgesamt noch in gutem Zustand, der Unterbau der Straßenbahngleise ist nach 14 Jahren jedoch verschlissen. Obwohl Bahntrassen je nach Belastung bis zu 30 Jahre halten, ist in diesem Fall die Toleranzgrenze bereits erreicht. Das liegt an der niedrigen Aufbauhöhe der Gleisanlagen auf den Brückengewölben, die den 1998 üblicherweise verwendeten Schwellenbau nicht zuließ. Inzwischen gibt es eine bessere Technologie zur dauerhaften Verlegung der Gleise. Die „Feste Fahrbahn“ erlaubt das Vergießen der Schienenbefestigungen direkt im Beton. Über schwingungs- und lärmdämpfende Elemente sind die Schienen bei flacher Bettung direkt mit dem Untergrund verbunden. Diese Bauart wird seit mehr als zehn Jahren angewandt und hat sich bewährt. Auch die Qualität der Schienen selbst hat heute einen anderen Stand erreicht. So ist sichergestellt, dass die neuen Gleise länger halten.

Quelle: Dresdner Verkehrsbetriebe

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