Strecke zwischen Berlin und Hannover in der Nacht zum Heiligabend über Stunden gesperrt – Oberleitungsschäden aufgrund von Eisregen setzte rund 725 Fahrgäste in fünf Fernverkehrszügen fest

Rund 725 Fahrgäste in fünf DB-Fernverkehrszügen mussten in der Nacht zum 24. Dezember über mehrere Stunden auf die Weiterfahrt warten. Zwischen Berlin und Hannover hatte einsetzender Eisregen zu einer Oberleitungsstörung geführt, die gegen 0:20 Uhr einen IC-Zug bei Stendal zum Anhalten zwang. Vier weitere ICE mussten ebenfalls auf freier Strecke ihre Fahrt von oder nach Berlin unterbrechen, teilte die Deutsche Bahn mit. In allen Zügen war die Versorgung mit Strom und Heizung gewährleistet. Auch Speisen und Getränke wurden an die Fahrgäste ausgegeben.

Aufgrund der extremen Vereisung auf den Straßen entschied die Deutsche Bahn in Absprache mit dem Technischen Hilfswerk (THW), keine Evakuierung der Fahrgäste einzuleiten. Für einen Weitertransport standen wegen der gefährlichen Straßenverhältnisse keine Busse oder Taxis zur Verfügung. Die fünf stehenden Züge konnten in den frühen Morgenstunden aus eigener Kraft oder mithilfe von Schlepploks zunächst ihre Fahrt fortsetzen, so ein Bahnsprecher. Aufgrund weiterer Eisbildung und Schneeverwehungen im Norden und Osten kommt es allerdings immer noch zu teilweise erheblichen Verspätungen und einzelnen Ausfällen.

Die DB erstattet den in der Nacht betroffenen Passagieren die kompletten Fahrtkosten und bietet darüber hinaus eine zusätzliche Kulanzzahlung von 250 Euro an. Aktuelle Infos zu Verspätungen und Ausfällen können rund um die Uhr unter der kostenlosen Service-Nummer 08000 99 66 33 oder im Internet hier.