Streik am Chemnitzer Klinikum

Es ist mittlerweile schon die 12. Tarifverhandlung, die am Klinikum Chemnitz geführt wird.

Bereits seit einem Jahr laufen die Verhandlungen – bislang ohne Ergebnis. Deshalb brachten am Montag die Beschäftigten am Klinikum erneut ihren Protest zum Ausdruck und streikten. SACHSEN FERNSEHEN-Reporterin Helen Flämig war für uns vor Ort.

In den frühen Morgenstunden legten Krankenschwestern und -pfleger der Nervenklinik auf der Dresdner Straße erneut die Arbeit nieder.

Im Tarifstreit will die Gewerkschaft ver.di so den Druck auf die Geschäftsleitung am Klinikum erhöhen und die Arbeitgeber an den Verhandlungstisch zurückzwingen – die Protestierenden fordern einen neuen Haustarifvertrag.

Die Verhandlungen zum Haustarifvertrag waren Anfang Juni unterbrochen worden – bislang hat die Geschäftsleitung noch kein neues Angebot vorgelegt.

Interview: Harald Krause – Gewerkschaftssekretär ver.di Chemnitz

Diese Situation wird sich nach Meinung von ver.di demnächst umkehren: Denn in spätestens ein bis zwei Jahren wird es den neuen Bundesländern an Fachkrankenschwestern fehlen, so Harald Krause weiter.

Deshalb fordert ver.di des Weiteren ein einheitliches und transparentes Lohnsystem.
Dafür machten sich vor dem Gelände der Nervenklinik rund 40 Beschäftigte des Klinikum Chemnitz stark.

Interview: Harald Krause – Gewerkschaftssekretär ver.di Chemnitz

Der Streik wird bis Montagnachmittag fortgesetzt.