Streik am Mittwoch bei der DVB – 600 DVB-Beschäftigte legten Arbeit nieder

Ausnahmezustand in Dresden. Zwischen vier und acht Uhr standen die Busse und Bahnen der Dresdner Verkehrsbetriebe still. Die Gewerkschaft ver.di hatte die Mitarbeiter zu einem Warnstreik aufgerufen.

Ausnahmezustand in Dresden. In einer Zeit, in der sonst Hochbetrieb im Bus- und Bahnbetrieb herrscht, war Flaute angesagt. Rund 600 DVB-Mitarbeiter verweigerten am Mittwochmorgen mit Schichtbeginn ihre Arbeit.

Die Gewerkschaft ver.di hatte alle Tarifbeschäftigten, Auszubildenden und Praktikanten zum Warnstreik aufgerufen. (Die Hintergründe dazu erfahren Sie im Video.)

Der gemeine Fahrgast schien informiert. Die Haltestellen waren leer. Die DVB schätzt die Anzahl der vom Streik betroffenen Fahrgäste auf ca. 200.000. Bus- und Bahnfahrer verdienen in Dresden zwischen 1.800 und 2.300 Euro. Ver.di fordert eine Gehaltserhöhung um 6 Prozent und 100€ mehr Vergütung für Auszubildende und Praktikanten.

Vorstand Lars Seiffert ist von Seiten der DVB nicht mit allen Forderungen einverstanden. (Das Statement dazu sehen Sie im Video.)

Seit dem Ende des Warnstreiks versucht die DVB, den Nahverkehr so schnell wie möglich wieder einzutakten. Ab 8:00 Uhr rollten die Fahrzeuge von den Betriebshöfen, teilweise mit Unterstützung der Polizei. Zum Beispiel koordinierten Polizisten Konvoifahrten der aus dem Betriebshof Trachenberge ausrückenden Straßenbahnen über den Trachenberger Platz. Ausrückende Busse aus dem Betriebshof Gruna stauten sich an der Tiergartenstraße.

Seit 9:30 Uhr werden wieder alle Linien bedient, allerdings noch teilweise mit Verspätungen und vereinzelten Fahrtenausfällen. Diese Unregelmäßigkeiten werden in den nächsten Stunden ausgeglichen.