Streik an Schulen – Lehrer machen Pause

Nächste Woche wollen die sächsischen Lehrer zum ersten Mal flächendeckend streiken.

Am Dienstag fällt der Startschuss. In Chemnitz, Leipzig und Dresden sind Warnstreiks geplant, sagte Jens Weichelt, Vorsitzender des sächsischen Lehrerverbandes. „

Mit den Streiks reagieren die Pädagogen auf die gescheiterten Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst am Montagabend. Die Gewerkschaften verlangen acht Prozent mehr Gehalt oder aber mindestens 200 Euro mehr monatlich für ihre Mitglieder. 

Voraussichtlich erst am Freitag steht fest, wie viele Lehrer sich am Warnstreik beteiligen wollen.

Das Kultusministerium weist darauf hin, dass die Schulen auch im Streikfall eine Aufsichts- und Betreuungspflicht gegenüber den Schülern haben. „Die Schultüren stehen auch an den Streiktagen offen“, so das Sächsische Kultusministerium. Der Unterricht fällt an den bestreikten Schulen nicht automatisch aus.

Je nach Streikbeteiligung der Lehrer werden Betreuungspläne aufgestellt bzw. findet eine Beschulung statt. Die Schulleitungen werden die Eltern schnellstmöglich darüber informieren, wie der Schulbetrieb am Dienstag und Mittwoch der nächsten Woche sichergestellt wird. Schulleiter haben im Ausnahmefall auch die Möglichkeit – in Absprache mit der Gewerkschaft bzw. der örtlichen Streikleitung so genannte Notdienstarbeiten anzuweisen.

Das Ministerium widerspricht damit einer Information der GEW Sachsen und des Sächsischen Lehrerverbandes, die in einem Elternbrief mitteilen, dass an Schulen, die sich am Streik beteiligen, generell kein Unterricht stattfindet. Derzeit finden im Öffentlichen Dienst Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Bundesländer statt. Die dbbTarifunion und die GEW Sachsen haben für den 3. und 4. Februar zu Warnstreiks aufgerufen.

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