Streik im Leipziger Herzzentrum

Die Tarifverhandlungen für Beschäftigten des Leipziger Herzzentrums ziehen sich bereits seit mehren Monaten immer weiter in die Länge. 25 Millionen Euro, die von den Angestellten erarbeitet wurden, stehen geringfügigen Lohnerhöhungen gegenüber. Die Mitarbeiter der Klinik brachten ihren Unmut darüber heute morgen in mehrstündigen Streiks zum Ausdruck.

Bereits um 6 Uhr morgens, also ab Dienstbeginn, stand der normale Betrieb des des Herzzentrums Leipzig weitgehend still. Die Beschäftigten traten nicht zur Arbeit, sondern zu ihrem befristeten Warnstreik an.

Die bestreikte Klinik in der Strümpellstraße gehört zu einer der wohl profitabelsten Kliniken des Rhönkonzerns, in der jedoch immer noch deutlich niedrigere Löhne als in anderen, vergleichbaren Häusern gezahlt werden.

Interview: Dr. Oliver Dilcher – ver.di Verhandlungsführer

Aus diesem Grund geht es bereits am Montag in eine neue Verhandlungsrunde. Die Erfolge, die man sich von dem Streik verspricht und die Ziele, die man somit erreichen möchte, sind groß.

Interview: Holger Franke – Mitglied der Tarifkommission

Da das Angebot des Arbeitgebers jedoch erst bei etwa 100 Euro, also bei unter 5 Prozent liegt, gehen die Verhandlungen weiter. So hofft man für den Anfang der kommenden Woche darauf, dass die viereinhalb Stunden Arbeitsniederlegung ausreichen, um zu verdeutlichen, dass gute Arbeit auch dementsprechend ausreichend honoriert werden sollte.