Streik: Klinik-Mitarbeiter fordern mehr Geld!

Leipzig - Verhärtete Fronten an zwei Kliniken in Leipzig. Am Donnerstag rief die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten des Herzzentrums und der Helios Park Klinik zu einem ganztägigen Streik auf.

Hintergrund waren die gescheiterten Tarifverhandlungen im nicht-ärztlichen Dienst.
Die Gewerkschaft stellt dabei an beide Häuser bestimmte Forderungen. Der Landesbezirksfachbereichsleiter, Bernd Becker, erklärt:

"Es geht in beiden Häusern um Vergütungstarifverträge. Und für das Herzzentrum fordern wir 10 %, rückwirkend vom 01. 01. 2018 und für das Park-Krankenhaus 20 %. Das liegt daran, dass trotz das es ein Konzern ist, auch an dem Standort schon Unterschiede zwischen den zwei Häusern gibt."

Das Park-Klinikum und das Herzzentrum haben jeweils einen eigenen Haustarifvertrag. Bereits seit November vergangenen Jahres laufen in beiden Häusern die Tarifverhandlungen. Bisher ohne Erfolg, trotz mehrerer Angebote.

Besonders für die Beschäftigten der Kliniken ist es wichtig, selber auf der Straße zu gehen und ihrer Meinung zu vertreten.

 

Auf Seiten des Herzzentrums stößt der Streik auf Unverständnis. Der Abteilungsleiter für Unternehmenskommunikation des Herzzentrums Leipzig, Stefan Möslein, erklärt den Grund:

"Wir finden den Warnstreik nicht nachvollziehbar. Wir hatten ein gutes Verhandlungsergebnis zu dem Zeitpunkt, wo es abgebrochen wurde, einseitig von Verdi. Es gab Gespräche, vier Gesprächsrunden, wo wir ein sehr attraktives Angebot für den gesamten Standort also für das Herzzentrum und für das HELIOS - Park-Klinikum vorgelegt haben.
Für das Herzzentrum sind es 10 % Lohnsteigerungen, die wir angeboten haben und für das Park-Klinikum ist es die Angleichungen auf das Herzzentrum plus noch mal 10 %."

Der Streik hatte keine Auswirkungen auf den Klinikalltag. Im Vorfeld wurde ein Sonderplan mit der Gewerkschaft vereinbart, um die medizinische Versorgung der Patienten sicherzustellen. Die Verhandlungen zwischen Kliniken und Gewerkschaft sollen in der nächsten Woche fortgesetzt werden.