Streiks bei Mercedes und Amazon

Am Freitag legten die Leipziger Beschäftigten bei Mercedes-Benz nieder. Grund sind die Planungen der Daimler AG, die ostdeutschen Standorte zu verkaufen. Und auch bei Amazon legten die Beschäftigten die Arbeit nieder. +++

Für den heutigen Freitag hat die IG Metall alle Angestellten der Mercedes-Benz-Niederlassung Leipzig zu einer Protestaktion  gegen die Verkaufspläne der ostdeutschen Standorte aufgerufen.

Aber nicht nur die Beschäftigten in Leipzig, sondern auch in Berlin, Dresden, Magdeburg, Rostock und Schwerin sollten ihre Arbeit niederlegen. Gemeinsam vor der Berliner Vertriebszentrale des Konzerns versammelten sich am heutigen Freitagvormittag rund 400 Arbeitnehmer, um gegen die Verkaufspläne der Daimler AG zu protestieren.

Diese möchte die ostdeutschen Standorte, trotz schwarzer Geschäftszahlen, gewinnbringend verkaufen. Anlass für die heutige Protestaktion ist die zweite Verhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft und dem Vertriebsmanagement.

Die über 1500 betroffenen Arbeitnehmer der ostdeutschen Standorte hoffen auf eine Standort- und Beschäftigungsgarantie mit einem gültigen Tarifvertrag.
Die erste Verhandlungsrunde am 9. Februar war allerdings gescheitert. Und auch die zweite blieb heute ohne Ergebnis.

Und auch bei Amazon wurde erneut die Arbeit niedergelegt. Die Beschäftigten fordern dort nach wie vor einen Tarifvertrag nach den Richtlinien des Einzel- und Versandhandels. Die Streikenden der Frühschicht standen heute allerdings nicht vor dem Werk, sondern haben die Buchmesse besucht.