Streiks im Einzelhandel in ganz Mitteldeutschland

Ver.di ruft Mitarbeiter im Raum Dresden, Gera, Erfurt und Südthüringen für Donnerstagvormittag zum Warnstreik auf. +++

Im Kampf um einen Tarifabschluß im Einzelhandel macht die Gewerkschaft Ver.di ernst. Am Donnerstagvormittag sind VerkäuferInnen aus ganz Mitteldeutschland aufgerufen die Arbeit niederzulegen. Ver.di-Sprecher Jörg Lauenroth-Mago rechnet mit etwa 300 Streikenden aus den Bereichen Dresden, Gera, Erfurt und Südthüringen.

Ver.di fordert rückwirkend zum 1. Juni 2013 für die Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel Mitteldeutschland eine Erhöhung der Gehälter und Löhne um 1 € pro Stunde, die Ausbildungsvergütungen sollen um 90 € im Monat steigen. Außerdem soll der gekündigte Manteltarifvertrag ohne Verschlechterungen mit sofortiger Wirkung wieder in Kraft treten.

Zuletzt hatte die Arbeitgeberseite Lohnerhöhungen nur in Verbindung mit einer Verschlechterung der Arbeitszeiten für Verräum- und Auffülltätigkeiten angeboten. Solange sich dies nicht ändert wird es im Weihnachtsgeschäft weitere Streiks geben, so Lauenroth-Mago.

Bereits letzten Donnerstag hatte eine neue Streikserie im Einzelhandel begonnen, am Montag hatten in Leipzig KollegInnen von netto, Kaufland und real,- gemeinsam mit den Amazon KollegInnen gestreikt.