Streiks in ÖPNV: Auch Leipzig steht still

Sachsen - Am Dienstag, dem 29. September 2020 wird es zu einem bundesweiten Warnstreik der Gewerkschaft ver.di kommen. Auch in Sachsen kündigten die Verantwortlichen Arbeitskampfmaßnahmen zum bundesweiten Tarifkonflikt um die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) an.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft fordert bundsweite Gleichbehandlung der 87.000 Angestellten. Fragen wie die Nachwuchsförderung, Entlastung sowie den Ausgleich von Überstunden und Zulagen für Schichtdienste sollen geklärt werden. Ver.di fordert, dass zentrale Regelungen, wie 30 Urlaubstage oder Sonderzahlungen künftig bundesweit vereinheitlicht werden.

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In einer Pressemitteilung heißt es, der ÖPNV brauche dringend einheitliche Regelungen zur Entlastung für die Beschäftigten, sonst könne die Verkehrswende angesichts des Fachkräftemangels nicht gelingen. Außerdem sollen nicht nur die Beschäftigten, sondern auch die Fahrgäste profitieren von ausgeruhten und gesunden Fahrerinnen und Fahrern. In Sachsen stehen Verhandlungen über Reduzierung der Wochenarbeitszeit von aktuell 39 auf 38 Stunden, einer spürbaren Gehaltsanhebung und Sonderzahlungen für langjährig Beschäftigte im Fokus. Die Vereinigung der Kommunalen Arbeiterverbände (VKA) sprach sich am Wochenende gegen die Aufnahme von Verhandlungen aus.