„Stresstest“ ist Wort des Jahres 2011

Deutsche Atomkraftwerke, Banken, Stuttgart 21, die Baden-Württembergische grün-rote Landesregierung – sie alle wurden Stresstests unterzogen. Und sorgten so für das Ergebnis der diesjährigen Wahl zum Wort des Jahres.+++

Ursprünglich stammt das Wort aus der Humanmedizin, war im Jahr 2011 jedoch allgegenwärtig und erlangte politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Relevanz.

Auf Platz zwei landete der Bergiff „hebeln“ aus der Finanzbranche, mit dessen Hilfe die finanzielle Rettung der Eurostaaten gelingen soll. Danach folgen „Arabellion“, „Merkozy, „Fukushima“, „Burnout“, „guttenbergen“, „Killersprossen“, „Ab jetzt wird geliefert!“ und „Wir sind die 99 Prozent“.

Dieses Jahr wurde das Wort des Jahres zum 40. Mal von der Gesellschaft für Deutsche Sprache (GfdS)  vergeben. Vorjahressieger war „Wutbürger“.

Die Wahl zum Wort des Jahres fällt eine Jury, die aus Mitgliedern der GfdS, sowie aus wissenschaftlichen Mitarbeitern besteht, aus ungefähr 3000 Belegen aus Medien und Einsendungen. Entscheident ist dabei nicht die Häufigkeit der auftauchenden Begriffe, sondern ihre Relevanz, Signifikanz und Popularität. Die Liste soll dabei eine Art sprachlichen Jahresrückblick darstellen.