Striezelmarkt ohne Anti-Terror-Blumenkübel

Dresden - Spätestens nach dem Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt ist die Frage nach dem Sicherheitskonzept auf dem Dresdner Striezelmarkt hochaktuell. Im vergangenen Jahr gab es Betonsperren, doch die Polizei empfiehlt weitere Maßnahmen. Dem erteilt die Mehrheit im Dresdner Stadtrat jedoch eine Absage. Die Diskussion über das für und wieder ist in vollem Gange.

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In wenigen Wochen startet wieder der Striezelmarkt auf dem Altmarkt. Nach terroristischen Aktivitäten, nicht zuletzt der Berliner Weihnachtsmarkt 2016, steht die Sicherheit im Mittelpunkt. Um die Gefahr eines Terroranschlages abzuwenden, sollten dieses Jahr neue Barrieren für 660.000 Euro angeschafft werden. Die Idee und die Forderung nach neuen Sicherheitsmaßnahmen kam von der Dresdner Polizei. Da die Blumenkübel dieses Jahr nicht verwendet werden, greift die Stadt wahrscheinlich wieder auf die bekannten Nizza-Steine zurück. Die CDU befürwortete die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen und kritisiert die Entscheidung von Rot-Grün-Rot.

Oberbürgermeister Hilbert hatte den Antrag kurzfristig auf die Agenda gesetzt. Tilo Kiesling von den Linken fühlte sich davon überrumpelt und lehnte den Vorstoß ab. Ein Grund der Ablehnung war, dass die Maßnahmen den Striezelmarkt nur vor Fahrzeugen geschützt hätte. Auch, wenn die Maßnahmen dieses Jahr abgelehnt wurden, arbeitet die Stadt weiterhin an der Sicherheit. Trotz der Diskussionen hoffen die Dresdner, dass der 584. Striezelmarkt wieder ein frohes Fest wird.