Striezelmarktfichte wird aufgestellt – Aufbau Striezelmarkt beginnt

Am Sonntag, 1. November, ca. 11 Uhr, bekommt die etwa 20 m hohe Weißtanne aus Lauenstein auf dem Dresdner Altmarkt ihren Platz. Der Aufbau der Striezelmarkt-Attraktionen beginnt am Montag mit der Pyramide,  Weihnachtskrippe und Schwibbogen. +++

Wenn der Weihnachtsbaum auf dem Dresdner Altmarkt steht, ist Weihnachten nicht mehr weit. Der von über 7000 Dresdnerinnen und Dresdnern gewählte Mittelpunkt des 581. Dresdner Striezelmarktes wird am Wochenende gefällt. Dieses Jahr wird es eine Weißtanne sein. Sie kommt von Familie Kasiske aus Lauenstein im Müglitztal. Bis Ende Oktober kann der etwa 22 Meter hohe, stattliche Baum noch seine Ruhe genießen. Am frühen Sonntag, 1. November, rollen Sattelschlepper, Kran und Baumspezialisten an. Fachleute der Firma Baumpflege Andreas Deppner werden den Baum fällen. Mit technischer Hilfe der Firma KVS Kranvermietung und Schwertransporte Michael Mross e. K. wird er per Kran auf einen Schwerlaster gelegt, seine Äste werden verschnürt und er tritt die Fahrt nach Dresden an. Auf dem Altmarkt wird der Stamm für die etwa 1,70 Meter tiefe Hülse im Boden zurechtgesägt. Mit einer stattlichen Höhe von etwa 20 Metern schmückt die Weißtanne dann die Marktmitte. Für die Beleuchtung des Baumes werden vier Mitarbeiter der Firma NEL Neontechnik Elektrotechnik Leipzig GmbH etwa drei Tage 2 900 Meter Lichterketten mit insgesamt 16 200 LEDs anbringen. Die Spitze des Baumes schmückt ein Stern (70 mal 70 Zentimeter).

Der Aufbau der Striezelmarkt-Attraktionen beginnt am Montag, 2. November mit der Pyramide. Im Laufe der Woche folgen dann die Weihnachtsgrippe (4. November) und der Schwibbogen (6. November). Ab 6. November startet auch der Aufbau der Pavillons und Hütten. Der 581. Dresdner Striezelmarkt wird am Donnerstag, 26. November eröffnet. Er endet am 24. Dezember.

Abstimmung:
Vom 14. September bis zum 30. September konnten die Dresdnerinnen und Dresdner zwischen drei Nadelbäumen wählen. Knapp hinter dem Sieger folgte Baum Nummer 3 mit 3229 Stimmen und Baum Nummer 1 mit 282 Stimmen. Insgesamt sind 7471 Stimmen abgegeben worden. Die meisten online, aber auch 31 per Post. Die Abstimmung war der Abschluss eines Auswahlprozesses, der im Juni begann. Mehr als 40 Nadelbäume wurden für den Dresdner Striezelmarkt vorschlagen. Unter Berücksichtigung der speziellen Anforderungen an Baum und Standort traf eine Fachjury die Vorauswahl und begutachtete im August die acht möglichen Kandidaten. Denn erst vor Ort lassen sich Aussehen, aber auch Zugänglichkeit für schwere Technik zuverlässig bewerten. Am Ende standen die drei Finalisten fest.

Weißtanne:
Die Weißtanne (Abies alba), auch Silbertanne oder Edel-Tanne ist ein einheimischer Nadelbaum, der in guten Lagen bis zu 50 Meter hoch und bis 600 Jahre alt werden kann. Die Weißtanne ist ein sehr regelmäßig verzweigter, immergrüner Baum mit durchgehendem Stamm. In der Jugend hat sie meist eine kegelförmige Krone, die dann mit zunehmendem Alter eine storchennestartige Form annimmt. Die Wurzeln gehen bis 1,60 Meter in die Tiefe. Von den Nadelbäumen ist sie am besten im Boden verankert und dadurch auch weniger sturmwurfgefährdet. Die hellgraue Rinde junger Tannen bleibt lange glatt und weist kleine Harzblasen auf. Später, ab 50 Jahren, entwickelt sich eine weiß- bis dunkelgraue, grobrissige, drei bis acht Millimeter dicke Schuppenborke mit Querrissen. Der Name „Weißtanne“ kommt von der auffallend hellgrauen Farbe ihrer Borke. Die nicht stechenden Nadeln der Weißtanne sind flach und an der Spitze meist eingekerbt. Oben sind sie glänzend und dunkelgrün, unten mit zwei bläulichweißen Wachsstreifen versehen. Im Gegensatz zur Fichte stehen die Zapfen der Tanne aufrecht und nur am Wipfel. Ende September fallen die Zapfen nicht als Ganzes ab, sie zerfallen. Während die Samen und die Deckschuppen zu Boden schweben, bleiben die nackten „Zapfenspindeln“ oft noch länger auf den Gipfelzweigen stehen.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden