Striezelmarktgebühren sollen dieses Jahr 38 Prozent steigen

Die Stadt Dresden plant eine Novellierung ihrer Marktgebühren für den Striezelmarkt. Die letzte Gebührenanpassung gab es im Sommer 2000. +++

Eine entsprechende Vorlage wurde den Stadträten heute, dem 14. April 2011, ausgereicht. Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung berät die Vorlage am 21. April 2011. „Die Landeshauptstadt Dresden steht als Betreiber des Striezelmarktes nun nach zehn Jahren konstanter Gebühren auf der einen und steigender Investitionen und Ausgaben auf der anderen Seite in der Pflicht, das Gleichgewicht wieder herzustellen. Um den erreichten Standard an Vielfalt und Qualität dabei nicht zu beeinträchtigen, gehen wir mit Augenmaß vor“, sagt Dirk Hilbert, Erster Bürgermeister und Beigeordneter für Wirtschaft der Landeshauptstadt Dresden.
Laut Vorlage sollen die Erhöhungen nach Sortimentsgruppen differenziert werden.
 
Den Leitbildern „Dresdner Striezelmarkt – der Weihnachtsmarkt mit Historie und Tradition“ und „Dresdner Striezelmarkt  – der Weihnachtsmarkt mit Stollen und Erzgebirgischer Volkskunst“ folgend, werden für diese Händler eher moderate Erhöhungen vorgeschlagen. Die Gebührensteigerung stellt ebenfalls auch die jährliche Teuerungsrate in Rechnung. Die Hälfte der durchschnittlichen Gebührenerhöhung dient allein dem Inflationsausgleich. Im Durchschnitt sollen die Gebühren um ca. 38% steigen.

Vertreter der Händler sind in die Diskussion um die Gebührenerhöhung eingebunden und stehen im Kontakt zum Amt für Wirtschaftsförderung, welches die kommunalen Märkte organisiert.
 
Bereits 2007 wurde die Überarbeitung der Gebührensatzung eingeleitet. Mit der abgeschlossenen Umgestaltung des Dresdner Striezelmarktes sind nunmehr die Voraussetzungen gegeben, die Gebühren an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Insbesondere die von der Landeshauptstadt Dresden vorgenommenen Investitionen, wie z. B. Schwibbogen, Weihnachtsbäckerei, Kindererlebniswelt und Schaumanufakturen, die mit hohen Kosten verbunden waren, führten dazu, dass der Striezelmarkt zu einem der attraktivsten und begehrtesten Weihnachtsmärkte Deutschlands avancierte. Damit zieht der Markt jährlich über 2,5 Mio. Besuchen aus Dresden, Sachsen und der Welt an. Den Erfolg dieser Maßnahmen belegt die seit Jahren wachsende Beliebtheit Dresdens während der Weihnachtszeit. So konnte nach dem großen Anstieg der Übernachtungszahlen im Dezember 2009, dem Jahr der Umgestaltung des Striezelmarktes, im vergangenen Jahr nochmals ein Zuwachs verzeichnet werden. Die Wirkung auf die Hotellerie strahlt derart aus, dass von Vollauslastung gesprochen werden kann.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden

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