Stromausfall in Dresden – Stadtrat diskutiert Ursache und Folgen

Dresden- Auf Antrag der Fraktion Freie Wähler hat am Donnerstag eine aktuelle Stunde des Stadtrates zum Thema „Blackout – Versorgungssicherheit in Dresden“ stattgefunden. Nicht Freitag, sondern Montag, der 13. im September hatte Dresden gegen Nachmittag mit einem großflächigeren Stromausfall zu kämpfen. Als Gastredner ist der Physiker Prof. Dr. Wulf Bennert eingeladen worden. Er hat im vergangenen Jahr ein Buch herausgebracht mit dem Titel "Blackout – Kleines Handbuch zum Umgang mit einer wachsenden Gefahr". In diesem beschreibt er die weitreichenden Folgen eines Stromausfalls. Was im September in Dresden geschah, war noch kein Blackout, so seine einleitenden Worte.

Im weiteren Verlauf zitierte Bennert einen Artikel aus dem Focus, der sich wiederum auf einer Aussage des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz bezieht. Dort heißt es unter anderem, dass Schäden eines Blackouts, also eines totalen Stromausfalls, höher liegen als beispielsweise eine neue Pandemie. Das schrittweise Abschalten von Kraftwerken mit fossiler Energie erhöhe das Blackout-Risiko, wenn alternative Energiequellen nicht liefern können, so Bennert weiter. Als Beispiel nennt er die Windenergie, die nicht regelbar ist.

Die SPD überließ ihr Rederecht an Kathrin Kadner, Geschäftsführerin der SachsenNetze GmbH, Tochtergesellschaft der SachsenEnergie. Sie beschrieb noch einmal wie es dazu konnte, dass lediglich ein Ballon die Ursache gewesen ist. Auch die Fraktion Bündnis 90/Grüne überließ ihre Redezeit einem Experten. Seine Aussagen, sowie die gesamte Diskussionsrunde in kompletter Form zeigen wir Ihnen am Sonntag, den 17. Oktober um 8 Uhr im SACHSEN FERNSEHEN Dresden.