Strompreise: „Vergleichen und wechseln!“ rät Wirtschaftsminister Morlok

Der ostdeutsche Strommarkt braucht mehr Bewegung. Nach Ansicht von Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) können dafür nur die Verbraucher selbst sorgen.

„Den Strompreis zu vergleichen und zum günstigeren Anbieter zu wechseln, muss in Unternehmen und Haushalten genauso selbstverständlich sein wie die Kontrolle der Kontoauszüge.“

Nach Erhebungen der Bundesnetzagentur liegt die Wechselquote bei Haushaltskunden bei nur rund 4 Prozent, hieß es am Donnerstag aus Dresden. „Das muss sich ändern, denn vor allem der Anbieterwechsel übt Druck auf die Preise aus. Die Verbraucher können inzwischen aus einer Vielzahl von Anbietern auswählen und durch einen Wechsel häufig erheblich Kosten einsparen. Mittlerweile laufen diese Prozesse standardisiert ab. Es muss also niemand Angst haben, dass es zu einer Unterbrechung der Versorgung kommt.“

Die Unternehmen forderte Minister Morlok darüber hinaus auf, mit Hilfe des Gewerbeenergiepasses Einsparpotentiale zu erschließen. „Je nach Betrieb können 20 bis 40 Prozent Energie eingespart werden. Das ist nicht nur eine Frage des Klima- und Umweltschutzes, sondern ein wichtiger Schlüssel zu mehr Wettbewerbsfähigkeit. In Zukunft wird der Faktor Energiekosten für unternehmerische Entscheidungen immer wichtiger werden.“